Eigenversorger

„Eigenversorgung“ der Verbrauch von Strom, den eine natürliche oder juristische Person im
unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit der Stromerzeugungsanlage selbst verbraucht, wenn der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird und diese Person die Stromerzeugungsanlage
selbst betreibt.

Einspeisemanagement

Das Einspeisemanagement ist eine speziel geregelte Netzsicherheitsmaßnahme zur Entlastung von
Netzengpässen. Die Abregelung oder sogar komplette Abschaltung einer Anlage bedeutet für den
Anlagenbetreiber wirtschaftliche Verluste. Aus diesem Grund ist das Einspeisemanagement die letzte
Maßnahme, die ein Verteilnetzbetreiber ergreifen kann, um die Menge an eingespeistem Strom zu
reduzieren.
Weitere Maßnahme sind Umschaltungen im Netz und Umleitung des Stroms in andere Netzteile
oder das Abregeln konventioneller Anlagen, da diese den Verbrauch Ihrer Energieträger steuern
können. Strom aus EEG- und KWK Anlagen haben Einspeisevorrang.

Elektrische Leistung

Elektrische Leistung im physikalischen Sinne ist das Produkt aus Stromstärke und -spannung und
definiert einen Momentanwert. Bei Angabe von Momentanwerten ist der Zeitpunkt
(Datum und Uhrzeit) anzugeben. In der Elektrizitätswirtschaft werden neben Momentanwerten
auch mittlere Leistungen für definierte Zeitspannen (Messzeiten, z. B. ¼ h bzw. 1 h) verwendet.
Elektrische Leistung ist der Quotient aus der in einer Zeitspanne geleisteten Arbeit.

Energiemanagement (EM)

Funktionalität von technischem Energiemanagement zur regelbasierten Optimierung von Kosten, Energiemenge, Schadstoffausstoß, Leistungspeaks, indem die zeitliche Verschiebbarkeit (zeitliche Flexibilität) und dieLeistungsflexibilität von Energieverbrauchern, Energieerzeugern und Energiespeichern genutzt wird. Die Optimierung geschieht auf Basis von Optimierungsparametern, Zustandsgrößen und Messwerten.
Im Kontext handelt es sich um ein technisches Energiemanagement und nicht um ein organisatorisches EnMS nach ISO50001. Anlagenbetreiber, Netzanschlussnehmer, netzbetreiber können unterschiedliche Optimierungsziele haben.

Energieversorgungsunternehmen

natürliche oder juristische Personen, die Energie an andere liefern, ein Energieversorgungsnetz betreiben oder an einen Energieversorgungsnetz als Eigentümer Verfügungungsbefugnis besitzen.
Der Betrieb einer Kundenanlage oder einer Kundenanlage zur betrieblichen Eigenversorgung macht den Betreiber nicht zum Energieversorgungsunternehmen.

ENTSO-E

„European Transmission System Operators for Electricity“ ist der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber für Elektrizität. Der Verband umfasst 43 Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) aus 36 Ländern und existiert seit Dezember 2008.
Die Hauptaufgaben sind die Festlegung gemeinsamer Sicherheitsstandards und die Veröffentlichung eines Zehnjahres- planes zur Netzentwicklung (TYNDP). Des Weiteren entwickelt ENTSO-E kommerzielle und technische Netzkodizes, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Netzes zu gewährleisten und die Energieeffizienz sicherzustellen.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das EEG schreibt die vorrangige Aufnahme und Vergütung von regenerativ erzeugtem Strom aus Wasserkraft, Windkraft, Biomasse, Deponiegas, Klärgas, Grubengas und Photovoltaik durch den zuständigen Netzbetreiber vor. Dabei wird die Vergütungshöhe seit dem 1. Januar 2017 nicht wie bisher staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen ermittelt. Das EEG verpflichtet die Übertragungsnetzbetreiber zu einem Belastungsausgleich der eingespeisten Strommengen und der Vergütungen untereinander. Im Ergebnis vermarkten die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) den EEG-Strom an einer Strombörse. Die daraus erzielten Einnahmen sowie die Einnahmen aus der EEG-Umlage dienen zur Deckung der Ausgaben (im Wesentlichen die Vergütungszahlungen). Die EEG-Umlage wird durch die Stromlieferanten vom Letztverbraucher erhoben und an die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) weitergeleitet.

ERP (Enterprise Resource Planning)

bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, Ressourcen wie Kapital, Personal, Betriebsmittel,
Material, Informations- und Kommunikationstechnik im Sinne des Unternehmenszwecks rechtzeitig und bedarfsgerecht zu planen, steuern und verwalten. Gewährleistet werden sollen ein effizienter
betrieblicher Wertschöpfungsprozess und eine stetig optimierte Steuerung der unternehmerischen
und betrieblichen Abläufe.

Erzeugungsanlage

Anlage zur Erzeugung von elektrischer Energie; Eine Erzeugungseinheit für elektrische Energie ist eine nach bestimmten Kriterien abgrenzbare Anlage eines Kraftwerkes. Es kann sich dabei beispielsweise um einen Kraftwerksblock, ein Sammelschienenkraftwerk, eine GuD-Anlage, eine Windenergieanlage, den Maschinensatz eines Wasserkraftwerkes, einen Brennstoffzellenstapel oder um ein Solarmodul handeln.

Externer Marktteilnehmer (EMT)

Passive EMT können vom Smart Meter Gateway nur Daten empfangen. Dies ist für einen EMT die
Vorraussetzung um seine Geschäftsmodelle abweickeln zu können, z.B. Um auf Basis empfangener
Messwerte Abrechnungen zu erstellen und Netzzustände zu ermitteln. An einen EMT besteht die
Anforderung an ein Sicherheitskonzept zum Schutz der Daten. Ein EMT muss nicht nach ISO27001
zertifiziert sein.