Swistec Glossar

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Aggregator

Marktteilnehmer, der eine Vielzahl an Letztverbrauchern mit steuerbaren Einrichtungen oder separate Erzeugungsanlagen bündelt, um die aggregierte Leistung für die Bereitstellung von Flexibilitäten, aber auch Regelenergie oder anderen Systemdienstleistungen, zu nutzen. Zudem Anbieter auf dem Regelleistungsmarkt, der die Technische Anlage des Letztverbrauchers aufgrund eines Vertrags mit dem Letztverbraucher für die Erbringung von Regelleistungnutzt.

Aktiver Externer Marktteilnehmer (aEMT)

Technische Rolle in der PKIdes iMsys, die berechtigt ist, über das Gateway nachgelagerte Komponenten (Controlable Local Systems,CLS) anzusprechen.
Gleichzeitig ist der aEMT für seine Zwecke datenumgangsberechtigt. Für die Rolle aEMT ist eine Zertifizierung gemäß ISO/IEC 27001notwendig. Alternativ kann er auch ein IT-Grundschutz vorweisen. Es muss alle Smart-Meter-Infrastructure-relevanten Prozesse und It-Systeme umfassen.

Amplitude

Amplitude ist ein Begriff zur Beschreibung von Schwingungen. Die Amplitude ist die maximale Auslenkung einer Wechselgröße aus der Lage des arithmetischen Mittelwertes.
Er ist anwendbar bei Größen wie beispielsweise einer Wechselspannung und deren Verlauf über der Zeit. Der Abstand zwischen Maximum und Minimum wird bei Schwingungen als Schwingungsbreite oder auch als Spitze-Tal-Wert bezeichnet.

Amplitude

Amplitude ist ein Begriff zur Beschreibung von Schwingungen. Die Amplitude ist die maximale Auslenkung einer Wechselgröße aus der Lage des arithmetischen Mittelwertes.
Er ist anwendbar bei Größen wie beispielsweise einer Wechselspannung und deren Verlauf über der Zeit. Der Abstand zwischen Maximum und Minimum wird bei Schwingungen als Schwingungsbreite oder auch als Spitze-Tal-Wert bezeichnet.

Ankopplung (Rundsteuertechnik)

Ankopplungen stellen das Verbindungsglied zwischen Rundsteuersender und Energieversorgungsnetz
dar. Sie haben die Aufgabe, die vom Sender erzeugte Tonfrequenzenergie dem Versorgungsnetz zu
überlagern, die Sendeanlage aber auch gleichzeitig gegen Rückwirkungen (Netzfrequenz,
Oberschwingungen) aus dem Netz zu schützen.
Die Rundsteuersignale des Senders werden über unterschiedliche Ankopplungsausführungen in das
elektrische Versorgungsnetz eingespeist. Unterschieden werden dabei die beiden Grundvarianten:
– Serienankopplung (auch Reihenkopplung genannt)
– Parallelankopplung
-> siehe auch www.rundsteuerung.de

Anlagenbetreiber

natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft, die eine Anlage unabhängig vom Eigentum nutzt. Derjenige, der die technische und wirtschaftliche Verantwortung für die Anlage trägt

Anschlussnehmer

Der Eigentümer oder Erbbauberechtigte eines Grundstücks oder Gebäudes, dass an das Energieversorgungsnetz angeschlossen ist oder die natürliche oder juristische Person, in deren Auftrag einGrundstück oder Gebäude an das Energieversorgungsnetz angeschlossen wird.

Anschlussnetzbetreiber (ANB)

betreibt das öffentliche Stromversorgungsnetz an dem die Kundenanlage physisch angeschlossen ist

Anschlussnutzer

Der zur Nutzung des Netzanschlusses berechtigte Letztverbraucher oder Betreiber von Erzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz,

Anwender

ist der identifizierte Teilnehmer (User mit Login) der konkrete Aktionen auf der Koordinationsfunktion auslöst

Application Layer

Die 7. Schicht (Anwendung-Schicht) im OSI-Modell liefert Funktionen für Anwendungen sowie die Dateneingabe und -Ausgabe. Protokolle können sein FTP, HTTP , NNTP, SMTP, Telnet

Application Programming Interface (API)

Anwendungs-Programmier-Schnittstelle

Asymetrische Kryptoalgorithmen

Hierbei existiert ein komplementäres Schlüsselpaar (privater Schlüssel und öffentlicher Schlüssel),
das zur Realisierung digitaler Signaturen, zur Vereinbarung geheimer Schlüssel oder zur
asymmetrischen Verschlüsselung verwendet werden kann. Das Konzept asymmetrischer
Kryptoalgorithmen geht zurück auf Whitfield Diffie und Martin Hellman.
Der heute gebräuchlichste asymmetrische Kryptoalgorithmus ist der RSA-Algorithmus.

Asymetrische Verschlüsselung

Auch Public-Key-Verschlüsselung genannt. Verschlüsselung, bei der Informationen mit dem öffentlichen
Schlüssel in ein nicht lesbares sogenanntes Chiffrat überführt werden und nur mit dem geheimen
(privaten) Schlüssel wieder in ihre ursprüngliche Form zurückgeführt werden können. 
Vgl. auch symmetrische Verschlüsselung.

Asymetrisches Kryptosystem

ist ein Oberbegriff für Public-Key-Cerschlüsselungsverfahren, Public-Key-Authentifizierung und digitale Signaturen.

Ausgleichleistungen

Dienstleistungen zur Bereitstellung von Energie, die zur Deckung von Verlusten und für den Ausgleich
von Differenzen zwischen Ein- und Ausspeisung benötigt wird, zu denen insbesondere auch Regelenergie gehört.

Austauschfahrplan (zwischen Bilanzkreisen)

Ein Fahrplan (bei Verwendung als Austauschfahrplan zwischen Bilanzkreisen) gibt für jede Viertelstunde innerhalb der Dauer einer entsprechenden Übertragung an, wie viel Leistung zwischen Bilanzkreisen ausgetauscht bzw. am Einspeise- bzw. Entnahmepunkt eingespeist/entnommen wird.

Authentifizierung

Bei der Authentifizierung wird der bei der Authentisierung vorgelegte Identitätsnachweis einer Person überprüft. Erst nach erfolgreicher Authentifizierung erfolgt dann eine Autorisierung.

Authentisierung

Prüfung der behaupteten Identität eines Zertifikatinhabers

Authentizität

Mit dem Begriff Authentizität wird die Eigenschaft bezeichnet, die gewährleistet, dass ein
Kommunikationspartner tatsächlich derjenige ist, der er vorgibt zu sein. Bei authentischen
Informationen ist sichergestellt, dass sie von der angegebenen Quelle erstellt wurden. Der Begriff wird
nicht nur verwendet, wenn die Identität von Personen geprüft wird, sondern auch bei IT-Komponenten
oder Anwendungen.

Autorisierung

Einräumung von speziellen Rechten auf Basis des Ergebnisses der Authentifizierung

Autorisierungsfreigabe

Enthält die Information zur Autorisierung eines Vorgangs, insbesondere als ein Nachweis der Autorisierung (z.B. Signatur)

BDEW

Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

Betreiber der techn. Ressource

Der Betreiber einer technischen Ressource ist verantwortlich für den Einbau, den Betrieb
und die Wartung von technischen Ressourcen.

Betriebsmesswert

Aktuell gemessener Leistungswert aus einem Unterzähler, ein Messwert eines Sensors oder
eine Zustandsinformation aus einer Steuerbaren Einrichtung, die zum Betrieb der Anlage erfasst
und nicht für Abrechnungszwecke verwendet wird.

BHKW

Blockheizkraftwerk, eine modular aufgebaute Anlage zur Gewinnung elektrischer Energie und Wärme, die das Prinzip der „Kraft-Wärme-Kopplung“ nutzt.

Bi-stabile Relais

Behalten nach Unterbrechung des Erregerstromkreises die Schaltstellung bei, die nach der letzten Erregung vorhanden war.

Bidirektional

Die Eigenschaft bidirektional bedeutet, das eine Datenübertragung in beide Richtungen von Punkt zu Punkt stattfindet.

Bilanzkreis (BK)

Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Gebilde, das sich aus einer beliebigen Anzahl von Einspeise- und Entnahmestellen zusammensetzt und zum Zweck des Ausgleichs zwischen Einspeisung und Entnahme
gegenüber dem jeweiligen Übertragungsnetzbetreiber eingerichtet wird.

Bilanzkreiskoordinator (BIKO)

Damit der Übertragungsnetzbetreiber in seiner Rolle als Bilanzkoordinator (BIKO) seiner Regelzone in die Lage versetzt wird, eine Saldierung aller Abweichungen der einem Bilanzkreis zugeordneten
Einspeise und Entnahmestellen durchzuführen und auf dieser Basis die Bilanzkreisabrechnung
zu erstellen, ist er auf eine zuverlässige, unverzügliche und qualitativ hochwertige Datenzulieferung durchdie Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzen in seiner Regelzone angewiesen.

Bilanzkreisverantwortlicher (BKV)

Der Bilanzkreisverantwortliche ist verantwortlich für eine ausgeglichene Bilanz zwischen Einspeisungen und Entnahmen in einem Bilanzkreis in jeder Viertelstunde und übernimmt als Schnittstelle zwischen Netznutzern und Betreibern von Übertragungsnetzen die wirtschaftliche Verantwortung für Abweichungen zwischen Einspeisungen und Entnahmen eines Bilanzkreises.

Binäre Codierung

Der Begriff binäre Codierung meint die freie Kombinierbarkeit der verfügbaren Schaltausgänge der Steuerbox. Bei Verwendung von vier Ausgängen sind damit 2˄4=16 verschiedene Kombinationen möglich. Die Ausgabe kann individuell auf die Anlage abgestimmt werden.

Bit

Zusammengesetzt aus den Begriffen „Binary“ (Binär) und „Digit“ (Ziffer). Computer können im Grunde
nur die Zustände „aus“ oder „ein“ voneinander unterscheiden. Die Unterscheidung zwischen genau zwei
verschiedenen Möglichkeiten wie „aus“ oder „ein“ bzw. „0“ oder „1“ ist die kleinste Informationseinheit
in der elektronischen Datenverarbeitung, die man als ein Bit bezeichnet.

Blindleistung

Blindleistung ist die elektrische Leistung, die zum Aufbau von magnetischen (z.B. in Motoren, Transformatoren) oder elektrischen Feldern (z. B. in Kondensatoren) benötigt wird, die aber nicht wie Wirkleistung nutzbar ist.

Blindleistungskompensation

Um die Blindleistung innerhalb eines Energieversorgungsnetzes zu reduzieren, ist es notwendig, diese durch geeignete Blindleistungskompensationsanlagen auszugleichen.

BMWi

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

BNetzA

Bundesnetzagentur

Broadcast

Ein Broadcast (aus dem Englischen entlehnt, für Sendung, Übertragung, Rundfunk, Ausstrahlung, hier Rundruf) in einem Rechnernetz ist eine Nachricht, bei der Datenpakete von einem Punkt aus an alle Teilnehmer eines Nachrichtennetzes übertragen werden.
Bei IP-Broadcasts unterscheidet man:
– Limted Broadcast: Als Ziel wird die IP-Adresse 255.255.255.255 angegeben. Dieses Ziel liegt immer im eigenen lokalen Netz und wird direkt in einen Ethernet-Broadcast umgesetzt. Ein limited broadcast wird von einem Router nicht weitergeleitet.
– Directed Broadcast: Das Ziel sind die Teilnehmer eines bestimmten Netzes. Die Adresse wird durch die Kombination aus Zielnetz und dem Setzen aller Hostbits auf 1 angegeben. Die Adresse für einen directed broadcast in das Netz 192.168.0.0 mit der Netzmaske 255.255.255.0 lautet somit: 192.168.0.255 (CIDR-Notation: 192.168.0.255/24). Ein directed broadcast wird von einem Router weitergeleitet, falls Quell- und Zielnetz unterschiedlich sind, und wird erst im Zielnetz in einen Ethernet-Broadcast umgesetzt. Falls Quell- und Zielnetz identisch sind, entspricht dies einem limited broadcast. Oft wird dieser Spezialfall auch als local broadcast bezeichnet. Ein directed broadcast kann weiter differenziert betrachtet werden. Der Broadcast kann als subnet-directed broadcast, als all-subnets-directed broadcast oder als net-directed broadcast auftreten. Ein subnet-directed broadcast hat als Ziel ein festgelegtes Subnetz. Ein all-subnets-directed broadcast ist ein Broadcast in allen Subnetzen eines Netzes, und ein net-directed broadcast wird in einem klassifizierten Netz, das nicht in Subnetze aufgeteilt ist, verteilt (zum Beispiel Broadcast an die Adresse 10.255.255.255 wird in einem Klasse A IP-Netz verteilt).
IPv6 unterstützt keine Broadcasts mehr, es werden stattdessen Multicasts verendet.

Bus (Datenverarbeitung)

Ein Bus ist ein System zur Datenübertragung zwischen mehreren Teilnehmern über einen gemeinsamen Übertragungsweg. Findet eine momentane Datenübertragung zwischen zwei Teilnehmern statt, so müssen die übrigen Teilnehmer zur selben Zeit schweigen, da sie sonst stören würden. Häufig verwendete Bussysteme: Modbus RTU, Modbus TCP/IP, M-Bus

Business Management-Tools

sind alle Systeme, Anwendungen, Steuerungen, Berechtigungslösungen, Methoden, usw., die von
Unternehmen verwendet werden , um mit sich veränderten Märkten fertig zu werden, sich eine
Wettbewerbsposition in diesen Märkten zu sichern und die Geschäftsleistung zu verbessern.

Byte

Byte ist eine Informationseinheit und besteht aus 8 Bit. Ein Byte speichert einen Buchstaben
(26 kleine, 26 große, dazu Umlaute, 10 Ziffern, Sonderzeichen etc.). Ein Computerwort umfasst je nach
Maschine 8, 16, 32 oder 64 Bit. Mit den Begriffen Kilobyte (1024 Bytes), Megabyte (1024 Kilobytes),
Gigabyte (1024 Megabytes) wird die Größe einer Datei, beziehungsweise eines Programms angegeben.
Bits werden mit einem kleinen „b“ abgekürzt, Bytes mit einem großen „B“.

CAT 5

Category 5 Kabel (Twisted pair Kabel für die Signalübertragung in z.B. Ethernet Netze)

Central Processing Unit (CPU)

Das ist die zentrale Verarbeitungseinheit in einem Computer.
Der Hauptprozessor, vereinfacht auch nur Prozessor genannt, ist die Funktionseinheit in einem Computer, der die eigentliche Verarbeitungsleistung erbringt. Er ist für die Informationsverarbeitung und die Steuerung der Verarbeitungsabläufe zuständig. Dazu holt sich der Hauptprozessor aus dem Speicher nacheinander die Befehle und veranlasst die Informationsverarbeitung.
Der Hauptprozessor oder die CPU ist das Herzstück eines jeden elektronischen Geräts, das Computer-ähnliche Aufgaben hat.

Certificate Policy (CP)

Certificate Policy besteht aus einer Menge von Regeln, die bei der Ausstellung des Zertifikates berücksichtigt wurden. Auf Basis der Certificate Policy kann entschieden werden, ob ein Zertifikat für einen bestimmten Einsatzzweck ausreichende Sicherheit bietet.

Certification Authority (CA)

In der Informationssicherheit ist eine Zertifizierungsstelle (englisch certificate authority oder certification authority, kurz CA) eine Organisation, die digitale Zertifikate herausgibt. Ein digitales Zertifikat dient dazu, einen bestimmten öffentlichen Schlüssel einer Person oder Organisation zuzuordnen. Diese Zuordnung wird von der Zertifizierungsstelle beglaubigt, indem sie sie mit ihrer eigenen digitalen Unterschrift versieht.

Client (Computer)

Ein Client (über englisch client aus lateinisch cliens wörtlich für „Klient“ oder „Kunde“) – auch clientseitige Anwendung, Clientanwendung oder Clientprogramm – bezeichnet ein Computerprogramm, das auf dem Endgerät eines Netzwerks ausgeführt wird und mit einem Server (Zentralrechner) kommuniziert. Man nennt auch ein Endgerät selbst, das Dienste von einem Server abruft, Client.

Client-Server-Modell

Das Client-Server-Modell ist das Standardkonzept für die Verteilung von Aufgaben innerhalb eines Netzwerks. Aufgaben werden mittels Server auf verschiedene Rechner verteilt und können bei Bedarf von mehreren Clients zur Lösung ihrer eigenen Aufgaben oder Teilen davon angefordert werden. Bei den Aufgaben kann es sich um Standardaufgaben (E-Mail-Versand, E-Mail-Empfang, Web-Zugriff etc.) oder um spezifische Aufgaben einer Software oder eines Programms handeln. Eine Aufgabe wird im Client-Server-Modell als Dienst bezeichnet. Ein Server ist ein Programm, das einen Dienst (Service) anbietet. Im Rahmen des Client-Server-Konzepts kann ein anderes Programm, der Client, diesen Dienst nutzen. Die Kommunikation zwischen Client und Server ist abhängig vom Dienst, das heißt, der Dienst bestimmt, welche Daten zwischen beiden ausgetauscht werden. Der Server ist in Bereitschaft, um jederzeit auf die Kontaktaufnahme eines Clients reagieren zu können. Im Unterschied zum Client, der aktiv einen Dienst anfordert, verhält sich der Server passiv und wartet auf Anforderungen. Die Regeln der Kommunikation für einen Dienst (Format, Aufruf des Servers, Bedeutung der zwischen Server und Client ausgetauschten Daten), werden durch ein für den jeweiligen Dienst spezifisches Protokoll festgelegt.

Cloud /Cloud Computing

Cloud Computing bezeichnet das dynamisch an den Bedarf angepasste Anbieten, Nutzen und Abrechnen von IT-Dienstleistungen über ein Netz. Angebot und Nutzung dieser Dienstleistungen erfolgen dabei ausschließlich über definierte technische Schnittstellen und Protokolle. Die im Rahmen von Cloud Computing angebotenen Dienstleistungen umfassen das komplette Spektrum der Informationstechnik und beinhalten Infrastrukturen (Rechenleistung, Speicherplatz), Plattformen und Software.

CLS-Management

Prozess / System zur zielgerichteten Ansteuerung der CLS

CLS-Proxy

Funktionalität, die zwei sichere Transportverbindungen zwischen einem zuvor festgelegten HAN-Teilnehmer und einem zuvor festgelegten WAN-Teilnehmer unter Kontrolle eines Administrators vermittelt und die für den Proxy transparenten Daten zwischen den Kommunikationspartnern bidirektional und unverzüglich weiterleitet.

Common Criteria (CC) / Protection Profile (PP)

Internationaler Standard, der allgemeine Kriterien, zur Prüfung und Bewertung von Sicherheitseigenschaften von IT-Produkten im Labor, bereitstellt.

Common Mode-Fehler

Der Common Mode-Fehler ist der zeitgleiche Ausfall mehrerer Komponenten (Netzbetriebsmittel und Erzeugungseinheiten) aufgrund derselben Ursache.

Controllable Local System (CLS)

Systeme mit IT-Komponenten am HAN des Anschlussnutzers, die nicht zum iMSys gehören, aber das SMGW für bestimmte Kommunikationszwecke verwenden. CLS reichen von lokalen Erzeugungsanlagen über steuerbare Verbraucher bis zu Heimautomatisierungsanwendungen.

Cryptographic Message Syntax (CMS)

Kryptogragrahische Nachrichtensyntax ist ein Standard vom IEFT für gesicherte kryptographische Mitteilungen. Die Architektur von CMS setzt auf X.509 Verschlüsselung bzw. Zertifikaten auf.

Data Provider (DP)

verantwortlich für die Weiterleitung von Informationen an berechtigte Marktpartner

Data-Link Layer

ist die 2. Schicht (Sicherung-Schicht) im OSI-Modell. Segmentierung der Pakete in sogenannte Frames und hinzufügen von Prüfsummen. Protokolle können sein MAC Adresse, Ethernet, PPP, ATM

Datenmodell (Informatik)

In der Informatik, im Besonderen bei der Entwicklung von Informationssystemen, dienen
Datenmodelle und die zu deren Erstellung durchgeführten Aktivitäten (Datenmodellierung) dazu,
die Struktur für die in den Systemen zu verarbeitenden (im Besonderen für die zu speichernden)
Daten zu finden und festzulegen.

Default Stellung Schaltausgang

Mit der Default Stellung eines Schaltausganges wird der Schaltzustand bezeichnet, der nach Netzwiederkehr eingenommen werden muss, bevor eine Steuerungsfunktion ausgeführt wird.

Dekarbonisierung

bezeichnet die Abwehr vom Kohlenstoff speziell im Energiesektor. Im Begriff versteckt sich Carbon -der Kohlenstoff)

Devices

Geräte, Endgerät

Dezentrale Erzeugungsanlage

eine an das Verteilernetz angeschlossenene verbrauchs- und lastnahe Erzeugungsanlage

Digitale Signatur -Funktionsweise-

Digitale Signaturen sind für jeden Benutzer einzigartig, ähnlich wie Fingerabdrücke oder handgeschriebene Unterschriften. Zur Erstellung dient ein spezielles Protokoll, das „Public Key Infrastructure“ bzw. PKI-Protokoll. Dieses erzeugt mithilfe eines mathematischen Algorithmus einen privaten und einen öffentlichen Schlüssel aus langen Zahlenketten. Der private Schlüssel wird durch den Benutzer geheim gehalten.
Unterschreibt der Benutzer elektronisch ein Dokument, erstellt der Algorithmus aus den Daten einen eindeutigen und nicht umkehrbaren Hashwert. Dieser wird mithilfe des privaten Schlüssels verschlüsselt. Dabei entsteht eine Zeichenfolge, die als digitale Signatur der Nachricht hinzugefügt wird. Anschließend erhält die Signatur einen Zeitstempel.
Der Empfänger entschlüsselt die digitale Signatur mittels des öffentlichen Schlüssels des Unterzeichners und vergleicht den erhaltenen Hashwert mit dem berechneten Hashwert aus der Nachricht. Die digitale Signatur ist gültig, wenn die beiden Werte übereinstimmen und die Integrität des Senders sowie der Nachricht gegeben ist. Tritt eine Fehlermeldung auf, wurde die Nachricht entweder geändert oder es wurde ein fremder Private-Key verwendet – in diesem Falle ist die digitale Signatur ungültig.

Digitale Signatur

Mit einer digitalen Signatur lassen sich Dokumente digital unterzeichnen, sie wird daher auch oft digitale Unterschrift genannt. Es handelt sich dabei um ein mathematisches Schema, das den Unterzeichner sicher mit einem Dokument oder einer Transaktion verbindet. Die digitale Signatur dient der Authentifizierung digitaler Nachrichten und bestätigt, dass Nachrichten von einer bekannten Quelle sowie während der Übertragung nicht geändert wurden.

Digitales Zertifikat

In einem digitalen Zertifikat wird ein öffentlicher Schlüssel einer Person zu_x0002_geordnet. Das Zertifikat enthält den Namen der Person, die im Besitz des dazugehörigen geheimen Schlüssels ist. In der Regel wird ein Zertifikat von einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle, die zuvor die Identität dieser Person überprüft hat, digital signiert.
Man unterscheidet Signaturzertifikate und Verschlüsselungszertifikate.

DIN

Deutsches Institut für Normung e.V.

Direktbefehl (Steuerbox)

Im Datenmodell für die Steuerbox gibt es 4 Schedules mit höchster Priorität (250) diese können als Direktbefehl genutzt werden.

Direktvermarkter (DV)

wer von dem Anlagenbetreiber mit der Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien beauftragt ist oder Strom aus erneuerbaren Energien kaufmännisch abnimmt, ohne insoweit Letztverbraucher dieses Stroms oder Netzbetreiber zu sein.

Dispatch

Kraftwerkseinsatzplanung

DKE

Deutsche Elektrotechnische Kommission im DIN und VDE

Domain Name System (DNS)

Das Domain Name System, kurz DNS, wird auch als „Telefonbuch des Internets“ bezeichnet. Ähnlich wie man in einem Telefonverzeichnis nach einem Namen sucht, um die Telefonnummer heraus zu bekommen, schaut man im DNS nach einem Computernamen, um die dazugehörige IP-Adresse zu bekommen.
Das Domain Name System ist ein System zur Auflösung von Computernamen in IP-Adressen und umgekehrt. DNS kennt keine zentrale Datenbank.
Die Informationen sind auf vielen tausend Nameservern (DNS-Server) verteilt.

Drehstrom

Als Dreiphasenwechselstrom, auch „Drehstrom“ genannt, bezeichnet man drei einzelne Wechselströme bei gleicher Frequenz, die zu einander um 120° phasenverschoben sind. Das deutsche Höchstspannungsnetz wird in der Wechsel- /Drehstrom-Technik betrieben.

EEBus

auf Standard und Normen basierte Kommunikationsschnittstelle ; gemeinsame Herstellerübergreifende Sprache für Energiemanagement im Internet of Things ;

Eigenanlagen

Anlagen zur Erzeugung von Elektrizität zur Deckung des Eigenbedarfs, die nicht von Energieversorgungsunternehmen betrieben werden.

Eigenversorger

„Eigenversorgung“ der Verbrauch von Strom, den eine natürliche oder juristische Person im
unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit der Stromerzeugungsanlage selbst verbraucht, wenn der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird und diese Person die Stromerzeugungsanlage
selbst betreibt.

Einsatzverantwortlicher (EIV)

Der Einsatzverantwortliche ist verantwortlich für den Einsatz von steuerbaren Ressourcen.

Einspeise- bzw. Entnahmepunkt

Einspeise- bzw. Entnahmepunkte sind die Anschlusspunkte im Netz, an denen elektrische Energie eingespeist bzw. entnommen wird.

Einspeisemanagement

Das Einspeisemanagement ist eine speziel geregelte Netzsicherheitsmaßnahme zur Entlastung von
Netzengpässen. Die Abregelung oder sogar komplette Abschaltung einer Anlage bedeutet für den
Anlagenbetreiber wirtschaftliche Verluste. Aus diesem Grund ist das Einspeisemanagement die letzte
Maßnahme, die ein Verteilnetzbetreiber ergreifen kann, um die Menge an eingespeistem Strom zu
reduzieren.
Weitere Maßnahme sind Umschaltungen im Netz und Umleitung des Stroms in andere Netzteile
oder das Abregeln konventioneller Anlagen, da diese den Verbrauch Ihrer Energieträger steuern
können. Strom aus EEG- und KWK Anlagen haben Einspeisevorrang.

Einspeisung

Von einer Erzeugungs- oder Speicheranlage in ein Energienetz ein_x0002_gespeiste Energiemenge.

Elektischer Verbraucher

Als elektrische Verbraucher bezeichnet man Geräte und Anlagen, die elektrische Energie aufnehmen und umwandeln (z. B. in Wärme, Licht oder Arbeit).

Elektrische Energie

Als elektrische Energie wird die Fähigkeit des elektrischen Stroms bezeichnet, mechanische Arbeit
zu verrichten, Wärme abzugeben oder Licht auszusenden. Als elektrische Arbeit wird das Produkt
aus elektrischer Leistung und der Zeit, über welche diese erbracht wird, bezeichnet.

Elektrische Leistung

Elektrische Leistung im physikalischen Sinne ist das Produkt aus Stromstärke und -spannung und
definiert einen Momentanwert. Bei Angabe von Momentanwerten ist der Zeitpunkt
(Datum und Uhrzeit) anzugeben. In der Elektrizitätswirtschaft werden neben Momentanwerten
auch mittlere Leistungen für definierte Zeitspannen (Messzeiten, z. B. ¼ h bzw. 1 h) verwendet.
Elektrische Leistung ist der Quotient aus der in einer Zeitspanne geleisteten Arbeit.

Elektrizitätsversorgungsnetz

Das Netz der Elektrizitätsversorgung ist die Gesamtheit der miteinander verbundenen Anlagenteile zur Übertragung oder Verteilung elektrischer Energie. Es kann zur Abgrenzung u. a. nach Regelzonen, Aufgaben, Betriebsweise, Spannungen oder nach Besitzverhältnissen unterschieden.

Elektrizitätsversorgungssystem

Ein Elektrizitätsversorgungssystem ist eine nach technischen, wirtschaftlichen oder sonstigen Kriterien abgrenzbare funktionale Einheit innerhalb der Elektrizitätswirtschaft.

Elektronischer Lieferschein

Der FNN Hinweis Elektronischer Lieferschein für Messeinrichtungen und Komponenten für Messsysteme beschreibt ein ein einheitliches XML-basiertes Datenformat für Bestell-/und Lieferschein.

Empfänger (Rundsteuertechnik)

Dem fernzusteuernden Verbraucher ist ein spezieller Empfänger (Rundsteuerempfänger)
vorgeschaltet, der die Impulstelegramme wieder aus dem Netz ausfiltert und daraus die gewünschte
Steuerinformation ableitet.

Endanwender

Natürliche oder juristische Person, die Teilnehmer und Inhaber eines Zertifikates der PKI ist

Energieanlagen

Anlagen zur Erzeugung, Speicherung, Fortleitung oder Abgabe von Energie, soweit sie nicht lediglich der Übertragung von Signalen dienen, dies schließt die Verteileranlagen der Letztverbraucher ein

Energieeffizienzmaßnahmen

Maßnahmen zur Verbesserung des Verhältnisses zwischen Energieaufwand und damit erzieltem Ergebnis im Bereich von Energieumwandlung, Energietransport und Energienutzung

Energiemanagement (EM)

Funktionalität von technischem Energiemanagement zur regelbasierten Optimierung von Kosten, Energiemenge, Schadstoffausstoß, Leistungspeaks, indem die zeitliche Verschiebbarkeit (zeitliche Flexibilität) und dieLeistungsflexibilität von Energieverbrauchern, Energieerzeugern und Energiespeichern genutzt wird. Die Optimierung geschieht auf Basis von Optimierungsparametern, Zustandsgrößen und Messwerten.
Im Kontext handelt es sich um ein technisches Energiemanagement und nicht um ein organisatorisches EnMS nach ISO50001. Anlagenbetreiber, Netzanschlussnehmer, netzbetreiber können unterschiedliche Optimierungsziele haben.

Energiemanagementeinheit (EME)

Systemeinheit, die der Flexibilisierung des Anlageneinsatzes dient und Energie-/Leistungsflüsse
steuert. Es kann beispielsweise zur Optimierung des Verbrauchs, zur Umsetzung eines
Lademanagements oder zur Einhaltung technischer restriktionen der Anlagen verwendet werden.

Energiemenge

Menge an Elektrizität, soweit sie zur leitungsgebundenen Energieversorgung und Energieeinspeisung verwendet werden.

Energiespeicher

Komponente , die elekrische Energie zur späteren Nutzung speichert. Zur Speicherung und zum Abruf
der gespeicherten Energie, wird diese in der Regel (verlustbehaftet) in eine andere Energieform
umgewandelt.

Energieversorgungsunternehmen

natürliche oder juristische Personen, die Energie an andere liefern, ein Energieversorgungsnetz betreiben oder an einen Energieversorgungsnetz als Eigentümer Verfügungungsbefugnis besitzen.
Der Betrieb einer Kundenanlage oder einer Kundenanlage zur betrieblichen Eigenversorgung macht den Betreiber nicht zum Energieversorgungsunternehmen.

Energiewirtschaftlicher Anwendungsfall

Beschreibt eine energiesystemrelevante Leistung, adressiert involvierte Marktrollen und -akteure,
Kundengruppen und typische Anlagenkonstellationen und bezieht sich auf bestehende und
zukünftige rechtliche Rahmenbedingungen.

ENTSO-E

„European Transmission System Operators for Electricity“ ist der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber für Elektrizität. Der Verband umfasst 43 Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) aus 36 Ländern und existiert seit Dezember 2008.
Die Hauptaufgaben sind die Festlegung gemeinsamer Sicherheitsstandards und die Veröffentlichung eines Zehnjahres- planes zur Netzentwicklung (TYNDP). Des Weiteren entwickelt ENTSO-E kommerzielle und technische Netzkodizes, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Netzes zu gewährleisten und die Energieeffizienz sicherzustellen.

EnWG

Energiewirtschaftsgesetz (Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung)

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das EEG schreibt die vorrangige Aufnahme und Vergütung von regenerativ erzeugtem Strom aus Wasserkraft, Windkraft, Biomasse, Deponiegas, Klärgas, Grubengas und Photovoltaik durch den zuständigen Netzbetreiber vor. Dabei wird die Vergütungshöhe seit dem 1. Januar 2017 nicht wie bisher staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen ermittelt. Das EEG verpflichtet die Übertragungsnetzbetreiber zu einem Belastungsausgleich der eingespeisten Strommengen und der Vergütungen untereinander. Im Ergebnis vermarkten die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) den EEG-Strom an einer Strombörse. Die daraus erzielten Einnahmen sowie die Einnahmen aus der EEG-Umlage dienen zur Deckung der Ausgaben (im Wesentlichen die Vergütungszahlungen). Die EEG-Umlage wird durch die Stromlieferanten vom Letztverbraucher erhoben und an die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) weitergeleitet.

ERP (Enterprise Resource Planning)

bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, Ressourcen wie Kapital, Personal, Betriebsmittel,
Material, Informations- und Kommunikationstechnik im Sinne des Unternehmenszwecks rechtzeitig und bedarfsgerecht zu planen, steuern und verwalten. Gewährleistet werden sollen ein effizienter
betrieblicher Wertschöpfungsprozess und eine stetig optimierte Steuerung der unternehmerischen
und betrieblichen Abläufe.

Erzeugungsanlage

Anlage zur Erzeugung von elektrischer Energie; Eine Erzeugungseinheit für elektrische Energie ist eine nach bestimmten Kriterien abgrenzbare Anlage eines Kraftwerkes. Es kann sich dabei beispielsweise um einen Kraftwerksblock, ein Sammelschienenkraftwerk, eine GuD-Anlage, eine Windenergieanlage, den Maschinensatz eines Wasserkraftwerkes, einen Brennstoffzellenstapel oder um ein Solarmodul handeln.

Externer Marktteilnehmer (EMT)

Passive EMT können vom Smart Meter Gateway nur Daten empfangen. Dies ist für einen EMT die
Vorraussetzung um seine Geschäftsmodelle abweickeln zu können, z.B. Um auf Basis empfangener
Messwerte Abrechnungen zu erstellen und Netzzustände zu ermitteln. An einen EMT besteht die
Anforderung an ein Sicherheitskonzept zum Schutz der Daten. Ein EMT muss nicht nach ISO27001
zertifiziert sein.

Fahrplan im IEC 61850 Standard

ist die Abfolge von einzelnen Steuerungsbefehlen mit festem Wert, die über eine festgelegte Gültigkeit verfügen. Alle durch die Fernsteuerbarkeit möglichen Schalthandlungen werden von Fahrplänen umgesetzt, die z.B. komplexe Schaltprogramme, Direktbefehle oder Wischerbefehle als Fahrplan an ein Steuerungsobjekt übertragen.

Fernsteuerbenutzer (FSB)

Jeder Marktteilnehmer der als Anlagenbetreiber zur Steuerung der Anlage ermächtigt ist, ist aus Sicht der KOF auf Betriebsebene ein Fernsteuerungsbenutzer

Fernsteuereinheit (FE)

Ein technisches Gerät, welches aus der Ferne Steuerungsimpulse empfängt und diese an elektrische Einrichtungen entweder direkt oder über ein Schütz weitergibt, ist eine Fernsteuereinheit.

Fernwirken

Unter Fernwirken wird die Fernüberwachung und -steuerung räumlich entfernter Objekte mittels signalumsetzender Verfahren, von einem oder mehreren Orten aus, verstanden.

Fernwirkknoten

Vom Fernwirkknoten werden die Netzinformationen von den an einer Leitstelle angeschlossenen Fernwirkanlagen gebündelt dem Rechnersystem der Leitstelle übergeben. Heute werden hier meist Konzentratoren eingesetzt, die die mit niedriger Bandbreite auflaufenden seriellen Kanäle von den Fernwirkanlagen zusammenfassen und per LAN oder WAN dem Netzleitsystem übergeben.

Fernwirktechnik

Die Aufgabe der Fernwirktechnik besteht darin, die Netzinformationen zwischen den Schaltanlagen und einer Netzleitstelle zu übertragen. Bei den Fernwirkanlagen spricht man dabei je nach Standort von einer Fernwirkunterstation, d. h., die Fernwirkanlage befindet sich im Anlagengebäude vor Ort, meist in einem Umspannwerk, oder von einer Fernwirkzentrale, wenn sie sich in einer räumlich entfernten, zentralen Leitstelle befindet. Zur Überbrückung der Distanzen zwischen den Anlagen im Netz und der zentralen Leitstelle bedient sich die Fernwirktechnik der Übertragungstechnik.

Firmware-Update

Die Firmware oder Software des Geräteherstellers, die nach erfolgreicher Prüfung, eine bisherige Firmware im Gerät ersetzt. Die Firmware kann in mehrere Teile separiert sein.

Fixe Codierung

Der Begriff fixe Codierung meint eine gegeneinander verriegelte Ansteuerung der Ausgänge einer Steuerbox. Diese werden zwingend als eine Einheit betrachtet. Andere Kombinationen der Schaltausgänge sind bei einer fixen Codierung der Ausgänge nicht vorgesehen.

Flexibilität im Strommarkt

Vermögen der Veränderung des Leistungsflusses (siehe Leistungsmanagement) gegenüber einem
aktuellen Plan- oder Ist-Wert in Reaktion auf ein externes Signal innerhalb einer definierten Zeit mit
dem Ziel, eine Dienstleistung im Energiesystem zu erbringen.innerhalb einer definierten Zeit mit dem Ziel, eine Dienstleistung im Energiesystem zu erbringen. Flexibilität wird gegenüber Dritten durch Vertragswerke definiert wobei die Anforderungen aus den technischen Regelwerken (§ 19/§ 49 EnWG) einzuhalten sind. Flexibilität kann sich auf Wirk- oder Blindleistungsflexibilität beziehen.
Stellen Haushalte ihre vorhandenen Technologien dem Energieversorger oder Netzbetreiber zur Verfügung, handelt es sich um Bereitstellung von Flexibilität.

FNN

Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE

Frequenz

Die in einem Stromnetzder elekrtischen Energieversorgung mittels Wechselspannung vorliegnede Frequenz.

Frequenzhaltung

Die Frequenzhaltung bezeichnet die Ausregelung von Frequenzabweichungen infolge von Ungleichgewichten zwischen Einspeisung und Entnahme (Wirkleistungsregelung). Diese erfolgt durch Primär- und Sekundärregelung sowie unter Nutzung von Minutenreserve in den Kraftwerken. In den Strom-Übertragungsnetzen in Deutschland und Europa herrscht eine Frequenz von 50 Hertz, die von den Übertragungsnetzbetreibern mit einer geringen Abweichungstoleranz jederzeit gemeinsam möglichst konstant gehalten werden muss.

Geräte-ID

Der eindeutige Bezeichner eines Gerätes

Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW)

definiert die Anforderungen zu Interoperarbilität, Datenschutrz und Datensicherheit.
Einzelheiten hierzu regelt das integrierte MsbG (Messtellenbetriebsgesetz).

Gleichstrom (DC)

Als Gleichstrom wird ein elektrischer Strom bezeichnet, dessen Stärke und Richtung sich nicht ändert. Geläufige, auch hier verwendete Abkürzung: DC (direct current).

GPKE

Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität

Grundlast

Grundlast ist der während einer Zeitspanne (z.B. Tag, Monat, Jahr) gleichbleibende Teil der Belastung
einer Verbrauchseinrichtung oder eines Netzes.

Gruppe (Kof)

Eine Gruppe ist eine Menge an Fernsteuereinheiten, die durch einen Fernsteuerungsbenutzer nach individuellen Aspekten mit Hinblick auf eine Summenschaltung zusammengefasst wurden.

HAN (Home Area Network) – logische Schnittstelle am SMGW

CLS-Schnittstelle: Über die CLS-Schnittstelle des SMGW können steuerbare Komponenten im HAN des Anschlussnutzers (z.B. PV-Anlagen, KWK-Anlagen, Klimaanlagen, intelligente Hausgeräte,Mehrwertdienste) gesicherte Kommunikationsverbindungen mit externen Marktteilnehmern unterhalten.
Letztverbraucher-Schnittstelle: bietet berechtigten Letztverbrauchern die Möglichkeit, die für ihn gespeicherten Daten und Informationen abzurufen. Ein Zugriff kann immer nur lesend und nach einer erfolgreichen Authentifizierung erfolgen
Service-Techniker-Schnittstelle: Der Service-Techniker-kann diese logische Schnittstelle nutzen, um z.B. Konfigurationsprofile und das System-Log einzussehen. Dies unterstützt ihn bei der Diagnose von Fehlersituationen. Es sind keine Letzverbraucherdaten für den Servicetechniker sichtbar.

HAN Anwendungsfall 3 (HAF 3)

Anwendungsfall HAF3 ist definiert: Transparenter Kommunikationskanal zwischen CLS und EMT

HAN- Kommunikationsprofil

HAN-Kommunikationsprofile legen die Parameter für die Kommunikation des SMGW zu Letztverbrauchern oder Service-Technikern fest.

Haushaltskunden

Letzverbraucher mit Energiezukauf kleiner 10.000kWh

High Level System Use Case (HLSUC)

beschreibt die für die Erledigung der Aufgaben notwendigen Funktionen, Informationen, Rollen und
Schnittstellen, sowie eine kurze Ablaufbeschreibung und Varianten, abgebildet auf ein oder mehrere
zugrundeliegende Systemarchitekturen.

HKS 3 Kommunikationsszenario

der transparente Kanal wird durch das CLS an das SMGW initiert. Nach Authentifizierung baut das SMGW die TLS Verbindung, zu dem vom CLS im Socksv5 Protokoll eindeutig bezeichneten EMT, auf.

HKS 4 Kommunikationsszenario

Ein aEMT benötigt einen transparenten Kanal mit einem CLS. Dazu ist es notwendig, dass der
SMGW-Admin die benötigten TLS-Verbindungen zum aEMT und CLS initiiert.

HKS 5 Kommunikationsszenario

Das SMGW initiert eventbasiert (Ereignis/Terminsteuerung) einen transparenten Kanal zwischen CLS und aEMT)

Höchstspannung

bezeichent im Stromnetz den Spannungsbereich von 150KV und höher.

Home Energy Management System (HEMS)

Das HEMS ist das Bindeglied zwischen der erzeugten Energie aus der Photovoltaik-Anlage und den vorhandenen Verbrauchern wie der Elektroauto Ladestation, Wärmepumpe, Batteriespeicher, Warmwasserbereitung, Waschmaschine usw. Die Aufgabe des Home Energy Management Systems besteht darin, den selbst erzeugten PV-Strom intelligent auf die verschiedenen Verbraucher zu verteilen und den PV-Eigenverbrauch dabei zu maximieren.

Host

Als Hostrechner, kurz Host, wird ein in ein Rechnernetz eingebundener Computer mit zugehörigem Betriebssystem bezeichnet, der Clients bedient oder Server beherbergt (also Dienste bereitstellt).

Hostname

Der Hostname (auch Sitename)ist die eindeutige Bezeichnung eines Rechners in einem Netzwerk.
Er wird vorwiegend beim elektronischen Datenaustausch (z. B. E-Mail, Usenet, FTP) benutzt, um
den Kommunikationspartner in einem von Menschen les- und merkbaren Format anzugeben. Die
Umsetzung des Hostnamens in eine maschinenlesbare Adresse erfolgt im Internet heute vorwiegend
über das Domain Name System (DNS), historisch über die hosts-Datei.

IEC 60870 

ie IEC 60870 -International Electrotechnical Commission- beschreibt einen allgemeinen, offenen Kommunikationsstandard für die industrielle Automation, die in den Bereichen der Infrastrukturautomation (Schaltanlagenleittechnik, Fernwirktechnik, Netzleittechnik) angewendet wird. Das Protokoll stellt zwar einen universellen Standard dar, lässt jedoch einen großen Spielraum für spezifische Applikationen.
Die Schnittstelle verwendet ein signalorientiertes Datenmodell. Jedes Telegramm repräsentiert einen Datenpunkt, wie z. B. einen Messwert, Sollwert, Kommando oder Alarm. Dabei wird dieses Telegramm über eine Adresse und einen Datentyp definiert. Die Adresse legt dann fest, um welches Signal es sich handelt, d. h. Sender und Empfänger müssen die Bedeutung der Adresse kennen.

IEC 60870–5–104

Mit der Normenreihe IEC 60870-5-104 wurde erreicht, dass Geräte und Anlagen der Fernwirk- und Stationsleittechnik verschiedener Hersteller ohne grundsätzliche Anpassungsentwicklungen miteinander kommunizieren können.
Die IEC 60870-5-104 ist ein allgemeines Übertragungsprotokoll zwischen (Netz-)Leitsystemen und Unterstationen.
Die Telegramme werden per Internetprotokoll TCP/IP übertragen. Das Protokoll besitzt allgemeine Fähigkeiten im Rahmen von SCADA-Anwendungen.
Im Gegensatz zur IEC 60870-5-101, die Verbindungen über serielle Schnittstellen aufbaut, ermöglicht die IEC 60870-5-104 Schnittstelle die Kommunikation über Netzwerke (LAN und WAN). Dabei können handelsübliche Netzwerkkomponenten (Router) verwendet werden (in Schaltanlagen sollten Industriekomponenten verwendet werden). Als Standard wird hierbei der TCP-Port 2404 verwendet.

IEC 61850-7-420

EC 61850-7-420 (ehemals IEC 62350) – Kommunikationssystem für die dezentrale Energieerzeugung – definiert Objektmodelle spezifischer Informationen, die zwischen verteilten Energieressourcen und entsprechenden Überwachungs- und Steuerungssystemen ausgetauscht werden können.
Im Unterschied zum älteren Standard IEC 60870-5-104, der auf einem signalorientierten Datenmodell aufbaut, hat IEC 61850 den Anspruch, ein „objektorientiertes“ Datenmodell anzubieten.
Es handelt sich bei den Objekten in IEC 61850 um festgelegte baumartige Strukturen, aus denen ein wiederum baumartiges Datenmodell zusammengesetzt werden kann. Als Identifikation in der Kommunikation dient der Name bzw. der Pfad des jeweiligen Baumelementes, welcher im Klartext übertragen wird. Die meisten Implementierungen erlauben mit speziellen Befehlen die Abfrage des Datenmodells, was in diesem Zusammenhang auch als „selbstbeschreibend“ bezeichnet wird.
Anders als bei IEC 60870-5-104 ist IEC 61850 zwar nur für den Stationsbus definiert. Aus technischer Sicht aber ist die IEC 61850 auch für die Prozessdatenübertragung zwischen den Stationen und der Netzleittechnik geeignet. Damit wäre eine durchgängige Systemarchitektur vom Prozess, über das Stationsleitsystem bis zur Netzleitstelle ohne aufwendige Gateways möglich.

Impedanz

Die Impedanz, auch als Wechselstrom- oder Scheinwiderstand bezeichnet, wird als Quotient aus Wechselstromspannung und Wechselstromstärke eines Verbrauchers beschrieben. Ebenso entspricht dieser der geometrischen Summe aus Wirk- und Blindwiderstand.

Independent Power Producer (IPP)

Ein IPP (Independent Power Producer = unabhängiger Stromerzeuger) ist ein Kraftwerksbetreiber ohne eigenes Netz und Arbeitsgebiet.

Informationssicherheits-Management-System (ISMS)

Es gibt 4 bnekannte Standards zum Aufbau eines ISMS: ISO27001, BSI 200-1,ISIS 12,TISAX . ISMS ist ein komplexes Sicherheitssystem in einem Unternehmen u. beinhaltet u.a. die IT Sicherheit

Informationstechnik (IT)

IT ist der Oberbegriff für die elektronische Datenverarbeitung und die hioerzu verwendete Hard- und Software-Infrastruktur.
Die IT wird auch direkt an Geschäftsprozesse angebunden. So entstehen etwa Schnittstellen zwischen den Bussystemen, die die Maschinen steuern und den Ressourcen-Planungs-Systemen (ERP-Software).
Der Fachbegriff Operationial Technology (OT) versucht alle integrierten Komponenten in komplexen und abhängigen Systemen zu beschreiben. Diese Komonenten werden meist über SCADA-Systeme hochintegriert gesteuert und überwacht.

Inselnetz

Stromnetz das aus nur einem oder einigen wenigen Elektrizitätswerken besteht, ein räumlich enges Gebiet versorgt und keinen elektrischen Anschluß zu anderen Stromnetzen besitzt.
Das Gegenstück ist das Verbundnetz. Größere Inselnetze können auch mit der Struktur der Verbundnetze aufgebaut sein.

Installierte Leistung

die elektrische Wirkleistung, die eine Anlage bei bestimmungsgemäßem Betrieb
ohne zeitliche Einschränkungen unbeschadet kurzfristiger geringfügiger Abweichungen technisch
erbringen kann

Instandhaltung

Die Instandhaltung besteht aus Inspektion, Wartung und Instandsetzung. Sie gewährleistet den Erhalt des Sollzustandes der Anlage über die Lebensdauer.

Intelligintes Messsystem (iMSys)

Ein solches System setzt sich aus einem digitalen Stromzähler und einem sogenannten Smart Meter Gateway, einer Kommunikationseinheit, zusammen.
Das iMSys ermittelt den Stromverbrauch, speichert und verarbeitet die Daten.

Internet Protocol Version 4 (IPv4)

Das Internet Protocol, kurz IP, wird im Rahmen der Protokollfamilie TCP/IP zur Vermittlung von Datenpaketen verwendet. Es arbeitet auf der Schicht 3 des OSI-Schichtenmodells und hat maßgeblich die Aufgabe, Datenpakete zu adressieren und in einem dezentralen, verbindungslosen und paketorientierten Netzwerk zu übertragen. Dazu haben alle Netzwerk-Teilnehmer eine eigene IP-Adresse im Netzwerk. Sie dient nicht nur zur Identifikation eines Hosts, sondern auch des Netzes, in dem sich der jeweilige Host befindet.

Internet Protocol Version 6 (IPv6)

IPv6 ist der direkte Nachfolger von IPv4 und Teil der Protokollfamilie TCP/IP. Seit Dezember 1998 steht IPv6 bereit und wurde hauptsächlich wegen der Adressknappheit und verschiedener Unzulänglichkeiten von IPv4 entwickelt spezifiziert. Da weltweit immer mehr Menschen, Maschinen und Geräte an das Internet mit einer eindeutigen Adresse angeschlossen werden sollen, reichen
die 4 Milliarden IPv4-Adressen nicht mehr aus.
IPv6 ist als Internet Protocol (Version 6) für die Vermittlung von Datenpaketen durch ein paketvermittelndes Netz, die Adressierung von Netzknoten und -stationen, sowie die Weiterleitung von Datenpaketen zwischen Teilnetzen zuständig. Mit diesen Aufgaben ist IPv6 der Schicht 3 des OSI-Schichtenmodells zugeordnet.
Die Aufgabe des Internet-Protokolls besteht im Wesentlichen darin, Datenpakete von einem System über verschiedene Netzwerke hinweg zu einem anderen System zu vermitteln (Routing).

Interoperabilität

bezeichnet die Funktioneines Systems, Daten mit anderen Systemen unterschiedlichen Typs
und/oder von unterschiedlichen Herstellern auszutauschen.

IuK – Technologie

Verschmelzung der Begriffe Informations- und Kommunikationstechnolgie

Jahreshöchstlast

Als Jahreshöchstlast wird der innerhalb eines Jahres in einem Energienetz auftretende maximale Bedarf an elektrischer Leistung bezeichnet.

Kaskadierung

Mit Kaskadierung ist der unabhängige Betrieb von zwei oder mehr Steuerboxen an der HAN/CLS
Schnittstelle des SMGW, ohne Einsatz zusätzlicher Netzwerkkomponenten (z.B. Ethernet-Switch)
gemeint.

Kausalität (Informatik)

In der Informatik spielt Kausalität auf zwei Arten eine große Rolle:
Einerseits als nachträgliche Aussage darüber, welche Ereignisse zu welchen anderen Ereignissen geführt haben. Das ist vor allem bei einer Kommunikation in Verteilten Systemen mit mehreren Sendern und Empfängern wichtig, zum Beispiel um sicherzustellen, dass Anweisungen in der richtigen Reihenfolge ausgeführt werden, auch dann, wenn sich Nachrichten im Netzwerk überholen. Zu diesem Zweck werden vor allem Logische Uhren eingesetzt, die es erlauben, aufgrund von Zeitstempeln die Kausalordnung von Ereignissen zu bestimmen.
Andererseits kann man bei Computerprogrammen leicht im Vorhinein sagen, welche Aktion welche Daten benötigt, und von wo diese bereitgestellt werden. So ergibt sich eine Kausalordnung darüber, welche Operation das Resultat welcher anderen benötigt. So können Abläufe entsprechend geplant und insbesondere sequentialisiert oder parallelisiert werden.

Kommunikationsprofil

Ein Kommunikationsprofil legt die Parameter für die Kommunikation zu einem autorisierten externen Marktteilnehmerim WAN oder dem SMGW-Admin fest.

Kommunikationsprotokoll (Informatik)

In der Informatik und in der Telekommunikation ist ein Kommunikationsprotokoll eine Vereinbarung, nach der die Datenübertragung zwischen zwei oder mehreren Parteien abläuft.
Protokolle können durch Hardware, Software oder eine Kombination von beiden implementiert werden. Auf der untersten Ebene definiert ein Protokoll das Verhalten der Verbindungs-Hardware.

Konfiguration (Computer)

Funktionalität, die die persistierten Softwareparameter (Informationen) zum Betriebsverhalten einer Komponente ändert.

Konfigurationsdatei (Computer)

Eine Konfigurationsdatei ist eine Datei auf einem Computer, in der bestimmte Einstellungen (die Konfiguration) von Computerprogrammen oder Hardwarebestandteilen gespeichert sind.

Konfigurationsdaten des CLS

(Sicherheits-)Parameter, die zur Kommunikation eines CLS-Gerätes mit seinen Kommunikations-partnern benötigt werden und Oarameter, die die Verarbeitung von Daten eines CLS-Gerätes beeinflussen können.

Konfigurationsdaten des SMGW

(Sicherheits-)Parameter, die zur Kommunikation eines SMGW mit seinen Kommunikationspartnern benötigt werden und Parameter, die die Verarbeitung von Daten im SMGW beeinflussen können.

Konfigurationsprofile

Oberbegriff für Auswertungsprofile, Kommunikationsprofile und Zählerprofile

Konverter

Ein Konverter vereint zwei Funktionen: Er wandelt Wechsel- in Gleichstrom um und umgekehrt. Dies passiert im Umrichter, dem Kernelement des Konverters. Zu Konvertern gehören Transformatoren, die die Spannung an die des Netzes anpassen, in das der Strom nach der Umwandlung eingespeist wird.

Koordinationsfunktion auf Betriebsebene

Die Koordinierungsfunktion auf Betriebsebene dient der Sicherung aller Schalthandlungen unter
Berücksichtigung des lokalen Netzzustandes. Sie ist technisch die einzige Instanz, die Zugriff auf
die Steuerbox hat. Die Koordinierungsfunktion auf Betriebsebene agiert als aEMT.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Im KWK-Prozess wird mechanische Energie und Wärmeenergie erzeugt. Die mechanische Energie wird in der Regel in elektrischen Strom umgewandelt und in das Stromnetz eingespeist. Die entstehende Wärmeenergie wird für Heizzwecke (Fernwärme oder Prozesswärme) verwendet. Dieses Verfahren ist z. B. in Heizkraftwerken oder Blockheizkraftwerken zu finden.

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)

Am 18. Mai 2000 wurde das Gesetz zum Schutz der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung
(KWK-G) erstmals eingeführt. Netzbetreiber sind nach dem KWK-G verpflichtet, Strom aus
bestehenden KWK-Anlagen zu vergüten und unter bestimmten Bedingungen abzunehmen
Zusätzlich regelt das KWK-G die Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärmenetzen, indem es
die Netzbetreiber zur Zuschlagszahlung für realisierte Wärmenetzprojekte verpflichtet.
Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) führen einen finanziellen Belastungsausgleich über die vergüteten KWK-Zuschläge untereinander durch, der zu einer bundesweiten Vergleichmäßigung der Zahlungen aus dem KWK-G führt. Die Netzbetreiber können die Belastungen aus dem KWK-G auf die Netznutzungsentgelte umlegen.

Kraftwerksbetreiber

Ein Kraftwerksbetreiber verfügt aufgrund von Eigentum oder Vertragsverhältnissen über Kraftwerksleistung und kann im Allgemeinen über deren Einsatz bestimmen.

Kraftwerksblock

Der Kraftwerksblock ist eine Erzeugungseinheit, die über eine direkte schaltungstechnische Zuordnung zwischen den Hauptanlagenteilen (z. B. in thermischen Kraftwerken zwischen Dampferzeuger, Turbine und Generator) verfügt.

Kryptographische Vorgaben

In BSI TR-03109-3 werden die kryptographischen Vorgaben für die Infrastruktur von iMSys beschrieben. Die kryptographischen Vorgaben definieren die Anforderungen zum Verschlüsseln/Sicherstellen von Daten, dass die in einer bestimmten Form übertragen werden, so dass nur der bestimmte Empfänger diese Daten entschlüsseln, lesen und verarbeiten kann.

Kuppelleitung

Eine Kuppelleitung ist ein Stromkreis (ggf. ein Transformator), der die Sammelschienen verschiedener Übertragungsnetze verbindet.

Ladecontroller

Komponente, die den Ladevorgang in der Ladeeinrichtung überwacht und steuert.Kann einen oder mehrere Ladepunkte steuern.

Ladeeinrichtung

Technische Einrichtung, die alle technischen Komponeneten und Schnittstellen zusammenfasst, die am Ort des Ladevorganges das Aufladen eines oder gleichzeitig mehrerer Speichereinrichtungen
(z.B. in einem Elektrofahrzeug) ermöglichen.

Ladeeinrichtungsnutzer

Natürliche Person, die die Speichereinrichtungen(z.B. in einem Elektrofahrzeug) an die Ladeeinrichtung anschließt und die den Sdtart (die Autorisierung des Ladevorganges anstößt.

Ladefreigabe

Autorisierungssignal der Ladepunktsteuerung.

Ladepunkt (für Elektrofahrzeuge)

Schnittstelle einer Ladeeinrichtung, an der zur gleichen Zeit nur ein Elektrofahrzeug aufgeladen
werden kann. Eine Ladeeinrichtung kann mehrere Ladepunkte enthalten. Ein Ladepunkt kann
mehrere Steckertypen/-vorrichtungen enthalten.

Ladepunktsteuerung

Komponente einer Ladeeinrichtung, die die Steuervorgänge in der Ladeeinrichtung, wie z.B. das Einschalten, Ausschalten oder die Regelung des Stromflusses vornimmt und dazu folgende
Funktionen realisieren kann:
-Kommunikation mit der Speichereinrichtung (z.B. in einem Elektrofahrzeug) zur Steuerung des Ladevorganges
– Beeinflussung der an die Speichereinrichtung gelieferten oder davon bezogenen elektr. Energie
– Kommunikation mit dem SMGW über die HAN-Schnittstelle

Ladevorgang

Vorgang, bei dem elektrische Energie von einer Speichereinrichtung (z.B. in einem Elektrofahrzeug) geliefert wird.
Der Ladevorgang beginnt mit dem Zeitpunkt, zu dem die abrechnungsrelvanten Messwerte erstmalig erfasst werden und endet mit dem Zeitpunkt, zu dem keine diesem Vorgang zugeordneten abrechnungsrelevanten Messwerte mehr erfasst werden.

Last

Die in Anspruch genommene Leistung wird im elektrizitätswirtschaftlichen Sprachgebrauch als „Last“ bezeichnet.

Lastgang

Gesamtheit periodisch erfasster Energiemengen über einen Zeitraum.

Lastmanagement (Stromnetz)

Unter Lastmanagement versteht man die aktive Steuerung des Stromverbrauchs.
-> siehe auch Laststeuerung.

Lastregelung

In einem Verteilnetz müssen die Erzeugung und der Verbrauch elektrischer Energie jederzeit
übereinstimmen. Auch dürfen die Übertragungseinrichtungen nie überlastet sein. Üblicherweise
bestimmt der Verbraucher, wann und wie viel Energie er dem Verteilnetz entnimmt. Das bedeutet,
dass die Erzeugung in den Kraftwerken laufend angepasst werden muss. Mit Hilfe der
Rundsteuerung besteht aber die Möglichkeit, den Verbrauch zu beeinflussen, indem Lasten
ein- bzw. ausgeschaltet werden.
Als Lasten eignen sich Speicherheizungen, Warmwasserbereiter und Wärmepumpen, weil
diese für eine begrenzte Zeit ohne Energiezufuhr auskommen.

Laststeuerung

Laststeuerung oder englisch auch Demand-Side-Management (kurz DSM) bzw. Demand-Side-Response (DSR) bezeichnet die Steuerung der Nachfrage nach netzgebundenen Dienstleistungen bei Abnehmern in Industrie, Gewerbe und Privathaushalten.
Bei Engpässen in der Stromerzeugung (z. B. bei Ausfall eines großen Kraftwerks) oder großem Bedarf an elektrischer Energie (Spitzenlast in der Mittagszeit) oder bei Störungen des Netzbetriebs und der Folge einer Unterfrequenz können durch Fernsteuerung – im Niederspannungsnetz in der Regel per Rundsteueranlage – Elektrizität verbrauchende Geräte durch Lastabwurf ab- und wieder zugeschaltet werden.

Laststufe

Einteilung einer Energiemenge, die in einem bestimmten Leistungsbereich verbraucht oder eingespeist worden ist. Laststufen sind spezielle Tarifstufen.

Lastvariabler Tarif

Ein Stromtarif, bei dem der Strompreis von der Netzauslastung und/oder von der Stromnachfrage
abhängt.

Laufzeit (E-Technik)

Unter der Laufzeit versteht man in der Elektrotechnik die zeitliche Differenz zwischen dem Eintritt eines Signals in ein (kausales) System und dem Austritt. 

Leistungs-Frequenz-Regelung

Die Leistungs-Frequenz-Regelung bezeichnet ein Regelverfahren, womit Übertragungsnetzbetreiber
(ÜNB) die zwischen ihnen vereinbarten elektrischen Größen an den Grenzen ihrer Regelzonen im 
Normalbetrieb und insbesondere im Störungsfall einhalten. Hierbei strebt jeder ÜNB an, durch einen
entsprechenden Eigenbeitrag seiner Regelzone sowohl die Austauschleistung gegenüber den übrigen
Regelzonen im vereinbarten Rahmen als auch die Netzfrequenz in der Nähe des Sollwerts zu halten.
Die Leistungs-Frequenz-Regelung besteht aus Primär- und Sekundärregelung.

Leistungsfluss

Der Leistungsfluss gibt an, wie viel Leistung in einem elektrischen Netz zwischen zwei Knoten übertragen wird. Die Höhe des Leistungsflusses ergibt sich aus der Multiplikation der Potentialdifferenz und dem Widerstand zwischen zwei Knoten.

Leistungsmanagement

Steuerung des Leistungsflusses durch Beeinflussung von Geräten (z.B. elektrische Verbrauchsmittel,
Erzeugunsanlagen, Speicher, und Ladeeinrichtungen für E-Mobile) unter Berücksichtigung technischer
Grenzwerte und vertraglicher Vereinbarungen wie z.B. Lastmanagement, Redispatch oder
Einspeisemangement
– durch den Gesetzgeber (z.B. §9 EEG , §14 EEG , §13 EnWG, §14a EnWG)
– netzdienliches Last- oder Einspeisemangement nach Vorgabe des Netzbetreibers zur Sicherstellung des Netzbetriebes (z.B. §14a EnWG, §9 EEG, Netzsicherheitsmanagement)
– nach Vorgabe des Kundensystems (z.B. HEMS oder zur Einhaltung der der vertraglich vereinbarten
Anschlussleistung
Leistungsmanagement kann sich auf Wirk- oder Blindleistungsmanagement beziehen.

Leitstelle (Netzleittechnik)

Die zentrale Komponente der Netzleittechnik ist die Leitstelle. Synonyme hierfür sind Schaltleitung, Hauptschaltleitung, Netzleitstelle und Warte. Die unterschiedlichen Termini weisen meist auf die Spannungsebene in welcher das zu überwachende Netz angesiedelt ist. Die Aufgabe der Leitstelle ist die Verarbeitung und Aufbereitung sowie Darbietung der Informationen für den Netzbetrieb in der Warte.

Letztverbraucher

Natürliche oder juristische Person, die Energie für den eigenen Verbrauch kaufen.
Auch der Strombezug der Ladepunkte für Eleltromobile steht dem Letztverbrauch im Sinne des
EnWG und den auf Grund des EnWG erlassenen Verordnungen gleich.

Letztverbraucherkennung

Der im SMGW eindeutige Bezeichner für einen Letztverbraucher.

Lieferant

Energielieferant, der seine Energie dem Letztverbraucher zur Verfü_x0002_gung und in Rechnung stellt

LMN-Schnittstelle (Lokale Metrologische Netz)

Über das Lokale Metrologische Netz werden die Messeinrichtungen des Letztverbrauchers mit dem SMGW verbunden. Diese senden die erhobenen Verbrauchs- und Einspeisewerte sowie Netzzustandsdaten (z.B. Spannung, Phasenwinkel, Frequenz) an das Gateway, wo sie gespeichert und weiterverarbeitet werden. Das Gateway nutzt je nach Tarif des Kunden unterschiedliche
Regelwerke, um die empfangenen Messwerte sowohl unter dem Gesichtspunkt des Eichrechts als auch des Datenschutzes weiterzuverarbeiten.

Logical Devices

Logische Geräte, Logische Vorrichtung

Logical Nodes

Logischer Knoten

MaBiS

Marktregeln für die Durchführung der Bilanzstromkreisabrechnung Strom

MAC-Adresse

Die MAC-Adresse (Media-Access-Control-Address, auch Media Access Code) ist die Nummer eines Gerätes auf einer Datenverbindung. Anhand dieser Nummer werden über die Verbindung laufende Daten den Geräten zugeordnet.
Die MAC-Adresse (Media-Access-Control-Adresse) ist die Hardware-Adresse jedes einzelnen Netzadapters, die als eindeutiger Identifikator des Geräts in einem Rechnernetz dient. Man spricht auch von physischer Adresse oder Geräteadresse. Bei Apple wird sie auch Ethernet-ID, Airport-ID oder Wi-Fi-Adresse genannt, bei Microsoft Physikalische Adresse.

MaKo

Marktkommunikation

Marktlokation (MaLo)

In einer Marktlokation wird Energie ent_x0002_weder erzeugt oder verbraucht. Das Objekt ist mit
mindestens einer Leitung mit einem Netz verbunden.

Marktstammdatenregister (MaStR)

Mit dem Marktstammdatenregister (MaStR) wird ein umfassendes behördliches Register des Strom-
und Gasmarktes aufgebaut, das von den Behörden und den Marktakteuren des Energiebereichs
(Strom und Gas) genutzt werden kann.Das Register wird von der BNetzA geführt und beinhaltet
Stammdaten die sich nicht oder nur selten ändern. Dies sind Angaben der Marktakteure im Energiemarkt mit z.B. Konatktdaten,Adressdaten und Unternehmensform. Aber auch Standortanagben und technische Daten aller aktiven, ans Netz angeschlossenen Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Gas müssen im MaStR registriert werden.

Marktteilnehmer

Eine natürliche oder juristische Person, die Elektrizität kauft, verkauft oder erzeugt, sich mit
Aggregierung beschäftigt oder Leistungen im Bereich der Laststeuerung oder der Speicherung
betreibt, was die Erteilung von Handelsaufträgen in einem oder mehreren Elektrizitätsmärkten einschließlich der Regelarbeitsmärkte umfasst.

Merit-Order

Als Merit-Order (englisch für Reihenfolge der Leistung) wird die Einsatzreihenfolge von Erzeugungseinheiten bezeichnet. Diese wird durch die variablen Grenzkosten der Stromerzeugung bestimmt. Beginnend mit Erzeugungseinheiten mit den niedrigsten Grenzkosten werden solange Kraftwerke mit höheren Grenzkosten zugeschaltet, bis die Nachfrage gedeckt ist.

Messdienstleister (MDL)

Die Durchführung der Messung kann auf Wunsch des Anschlussnutzers einem anderen als dem Messstellenbetreiber übertragen werden.

Messgröße

Physikalische Größe, die gemessen wird.

Messlokation (MeLo)

Eine Messlokation ist eine Lokation, an der Energie gemessen wird und die alle technischen Einrichtungen beinhaltet, die zur Ermittlung und ggf. Übermittlung der Messwerte erforderlich sind.
Zusatzinfo:
In einer Messlokation wird jede relevante physikalische Größe zu einem Zeitpunkt maximal einmal ermittelt.

Messstellenbetreiber (Mstb)

Der Messstellenbetreiber ist verantwortlich für die Ermittlung, Aufbereitung sowie für die
Verteilung von Werten. gMstb= grundzuständiger Messstellenbetreiber wMstb=wettbewerlicher Messstellenbetreiber

Messstellenbetrieb

der Einbau, der Betrieb und die Wartung von Messeinrichtungen

Messsystem

Ein Messsystem ist eine in ein Kommunikationsnetz eingebundene Messeinrichtung zur Erfassung der Energiemenge, die den tatsächlichen Energieverbrauch bzw. Energieeinspeisung und den tatsächlichen Nutzungszeitraum widerspiegelt.

Messwert

Ein mit einem Messsystem gemessener und erfasster Zahlenwert einer Messgröße zuzüglich
seiner Einheit.

Messwertliste

Eine Messwertliste enthält alle Messwerte eines Zählers, die für Messwertverarbeitungen in einem Regelwerk verwendet werden.
Zusätzlich zum Messwert wird der Zeitstempel und die Statusinformation des Messwerts hinterlegt sowie der Grund für die Messwertverarbeitung. In der technischen Umsetzung kann die Messwerteliste über eine abgeleitete Werteliste modelliert werden.

Messwertsatz

Eine Menge von Messwerten

Messzugangsverordnung (MessZV)

Gemäß Artikel 12 des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende vom 29. August 2016
(BGBl. I S. 2034) wurde die MessZV mit Wirkung vom 2. September 2016 aufgehoben.

Mindestleistung

Die Mindestleistung einer Erzeugungseinheit ist die Leistung, die aus anlagespezifischen oder betriebsmittelbedingten Gründen im Dauerbetrieb nicht unterschritten werden kann. Soll die Mindestleistung nicht auf den Dauerbetrieb, sondern auf eine kürzere Zeitspanne bezogen werden, so ist das besonders zu kennzeichnen.

Minutenreserve

Die Minutenreserve wird von den Übertragungsnetzbetreibern als Regelenergieprodukt regelmäßig ausgeschrieben und zur Unterstützung der Sekundärregelung manuell aktiviert. Die Minutenreserve muss innerhalb von 15 Minuten nach Abruf vom Anbieter erbracht werden, indem die Leistungseinspeisung von Kraftwerken oder die Leistungsentnahme von regelbaren Verbrauchslasten durch den Anbieter angepasst wird.

Mittellast

Die Mittellast ist der Teil der Leistungsaufnahme der Verbraucher, der während des Großteils eines Tages, vorwiegend von morgens bis abends, in Anspruch genommen wird.

Momentanleistung

Die von einem Zähler aktuell gemessene Leistung.

MPES

Marktprozesse für erzeugende Marktlokationen (Strom)

Multicast

Multicast (englisch) bezeichnet in der Telekommunikation eine Nachrichtenübertragung von einem
Punkt zu einer Gruppe und ist daher eine Form der Mehrpunktverbindung.
Die Technik kommt gemäß OSI-Modell in der Vermittlungsschicht (Layer 3) zum Einsatz. Ihr Vorteil
besteht darin, dass zeitgleich Nachrichten an mehrere Teilnehmer oder an eine geschlossene
Teilnehmergruppe übertragen werden können, ohne dass sich die hierfür verwendete
Datenübertragungsrate beim Sender mit der Zahl der Empfänger multipliziert. Der Sender benötigt
beim Multicasting nur dieselbe Datenübertragungsrate wie für einen einzelnen Empfänger.
Handelt es sich um paketorientierte Datenübertragung, findet die Vervielfältigung der Datenpakete
an jedem einzelnen Verteiler (Router, Switch oder Hub) auf der Route statt.
Der Unterschied zu Broadcast besteht darin, dass beim Broadcast Inhalte verbreitet werden (hier: ganz überwiegend sog. Content), die – mit geeigneter Empfangsausrüstung – jeder ansehen kann, wohingegen beim Multicast vorher eine Anmeldung beim Sender erforderlich ist.

NABEG

Netzausbaubeschleunigungsgesetz Übertragungsnetz

Nennleistung

Die Nennleistung einer Erzeugungseinheit ist die Dauerleistung, für die sie gemäß Liefer-
vereinbarungen bestellt ist. Bei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ist die Nennleistung die
elektrische Nennleistung.

Network Layer

ist die 3. Schicht (Vermittlung-Schicht) im OSI-Modell. Routing bzw. Zustellungder Datenpakete zum
nächsten Kommunikationspunkt. Protokolle können sein IPv4, IPv6, ICMP, IPSec, ARP

Netz- und Anlagenschutz (VDE-AR-N4105)

wird umgangsprachlich auch als Niederspannungsrichtlinie bezeichnet.
Diese VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N 4105 legt die technischen Anforderungen für Erzeugungsanlagen und Speicher fest, die über VDE-AR-N 4100 „Technische Regeln für den Anschluss von Kundenanlagen an das Niederspannungsnetz und deren Betrieb (TAR Niederspannung)“ hinausgehen.

Netzanschluss

Der Netzanschluss bezeichnet die technische Anbindung von Kundenanlagen an ein Netz.

Netzanschlusspunkt (NAP)

Der Netzanschlusspunkt ist der Punkt, an dem die Anschlussanlagen eines Netznutzers mit dem Netz verbunden werden.

Netzanschlussregeln (NAR)

Technische Mindestanforderungen an die Anschlüsse des Netzes.

Netzbetreiber (NB)

Der Netzbetreiber ist verantwortlich für die Durchleitung und Verteilung von Elektrizität
sowie für den Betrieb, die Wartung und den Ausbau seines Netzes. Der NB ist zuständig
für die Netzsicherheit. Der NB bildet, verwaltet und schließt an sein Netzgebiet angeschlossene Objekte (u.a. Messlokationen, Marktlokationen, Technische Ressourcen) und ist verantwortlich für die Zuordnung von Marktpartnern zu den Objekten. Der Netzbetreiber ist verantwortlich für
die Aggregation der Energiemengen von Marktlokationen mit NB-Aggregationsverantwortung.

Netzdienlich

Netzdienlichkeit liegt vor, wenn der Netznutzer seine Flexibilität nach Vorgabe des Netzbetreibers
einsetzt, um eine ohne sein Verhalten bereits existierende oder drohende Netzüberlastung abzu-
mildern. Hier erfolgt ein direkter Eingriff in das Verhalten des Netznutzers durch Vorgabe einer zu erbringenden positiven oder negativen Mindestleistung.
Netzdienlichkeit liegt vor, wenn ein Beitrag zur Netzstabilisierung, wie z.B. Spannungshaltung oder Engpassmanagement, geleistet wird.

Netzentwicklungsplan (NEP) Strom

Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben gemäß § 12d Abs.1 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) der Regulierungsbehörde (hier BNetzA) jeweils spätestens zum 30. September in jedem geraden Kalenderjahr einen Umsetzungsbericht zum Netzentwicklungsplan Strom (NEP) vorzulegen. Es ist ein 10-jähriger Betrachtungshorizont anzugeben.

Netzfrequenz

Mit Netzfrequenz wird in einem Stromnetz die Frequenz der elektrischen Energieversorgung mittels
Wechselspannung bezeichnet. Die Netzfrequenz ist in einem Stromversorgungsnetz einheitlich und,
bis auf kleinere regeltechnische Abweichungen vom Nennwert, zeitlich konstant.
Die Netzfrequenz wird in Hertz angegeben.

Netzleittechnik

Die Netzleittechnik umfasst die Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik von Netzen.
Zu den wesentlichen Grundaufgaben der Netzleittechnik gehört es, Prozessinformationen wie Zählwerte, Messwerte und Meldungen an eine zentrale Leitstelle zu übertragen, dort bedienergerecht aufzubereiten und darzustellen. In der Gegenrichtung besteht die Aufgabe, Steuer- und Stellbefehle an den Prozess auszugeben.

Netznutzer

natürliche oder juristische Personen, die Energie in ein Elektrizitätsnetz einspeisen oder beziehen

Netzqualitätsdaten

Messwerte, die die Qualität oder Beschaffenheit der EnergieEnergieversorgung
an einem Messpunkt beschreiben (z.B. Strom: Oberwellen/Harmonische von Strom und Spannung, Spannungsschwankungen (Flicker), Verzerrung der Stromsinusschwankung).

Netzsicherheit

Die Netzsicherheit im Sinne eines sicheren Systembetriebs bezeichnet die Fähigkeit eines
elektrischen Versorgungssystems, zu einem bestimmten Zeitpunkt seine Übertragungs-
und Versorgungsaufgabe zu erfüllen.

Netzsicherheitsmangement

Beeinflussung der Leistungsabgabe von Erzeugungsanlagen nach EnWG

Netzwerkprotokoll

Ein Netzwerkprotokoll (auch Netzprotokoll) ist ein Kommunikationsprotokoll für den Austausch
von Daten zwischen Computern bzw. Prozessen, die in einem Rechnernetz miteinander verbunden
sind (verteiltes System). Die Vereinbarung besteht aus einem Satz von Regeln und Formaten(Syntax),
die das Kommunikationsverhalten der kommunizierenden Instanzen in den Computern bestimmen
(Semantik).

Netzzustandsdaten

Netzzustandsdaten sind nicht abrechnungsrelevante Messwerte, die für Betriebsführungszwecke
benötigt werden (z.B. Spannung, Phasenwinkel, Frequenz) und die nicht für Tarifierung oder
Bilanzierung verwendet werden.

Neue Messgröße

Vom SMGW aus physikalischen Messgrößen berechnete Messgröße. Messwerte neuer Messgrößen
werden in abgeleiteten Registern abgelegt.

Notbefehl (iMSys)

Ein Notbefehl ist ein spezieller Fahrplan, der eine sofortige Auswirkung auf ein Steuerungsobjekt
bewirken soll. Mit dem Notbefehl kann ein Steuerungsobjekt zeitlich unbegrenzt geschaltet
werden.

NTP (Network Time Protocol)

NTP ist ein Protokoll, das entwickelt wurde, um die Uhren von Computern über ein Netzwerk zu
synchronisieren.NTP (Network Time Protocol) ist ein in RFC 958 beschriebenes Protokoll zur
Synchronisierung von Uhren in Computersystemen. Es baut auf dem verbindungslosen
UDP-Protokoll auf (Port 123) und gehört zur Internetprotokollfamilie. Für den
Synchronisierungsprozess setzt NTP auf die Coordinated Universal Time (UTC), die von den
einzelnen Clients und Servern in einem hierarchischen System bezogen wird.

NZR-EMob

Netzzugangsregeln zur Ermöglichung einer ladevorgangsscharfen bilanziellen
Energiemengenzuordnung für Elektromobilität

OBIS-Kennzahlen

Object Identification System. OBIS-Kennzahlen werden zur eindeutigen Identifikation von
Messwerten und auch anderer abstrakter Daten verwendet.

Öffentlicher Schlüssel

Public-Key nennt man den öffentlichen Schlüssel bei der asymmetrischen Datenverschlüsselung. Die Daten werden beim Public-Key-Verfahren mit einem öffentlichen Schlüssel verschlüsselt, der aus einem langen, geheimen Zifferncode besteht. Die verschlüsselten Daten kann nur der rechtmäßige Empfänger, der im Besitz des geheimen privatem Schlüssel ist, entziffern. Entschlüsselt werden die Daten mit einem privatem Schlüssel (Private-Key), der immer beim Empfänger bleibt.

Operating System (OS)

Betriebssystem

Originärer Messwert

Ein mit einem Messgerät gemessener Zahlenwert einer Messgröße zuzüglich seiner Einheit.

OSCP

Das Online Certificate Status Protocol (OCSP) ist ein Netzwerkprotokoll, das es Clients ermöglicht,
den Status von X.509-Zertifikaten bei einem Validierungsdienst abzufragen. Es ist im RFC 6960
beschrieben und ist ein Internetstandard. Benötigt wird dies bei der Prüfung digitaler Signaturen, bei
der Authentisierung in Kommunikationsprotokollen (z. B. bei SSL) oder für die Versendung
verschlüsselter E-Mails, um zu überprüfen, ob die Zertifikate, die zur Prüfung der Signatur, zur
Identifizierung der Kommunikationspartner oder zur Verschlüsselung verwendet werden, gesperrt
und damit bereits vor Ende ihres regulären Gültigkeitszeitraums ungültig wurden.

OSI-Modell

Das OSI-Modell ist ein Referenzmodell mit dem sich die Kommunikation zwischen Systemen beschreiben und definieren lässt. Es besitzt 7 einzelne Schichten, auch Layer genannt, mit jeweils klar voneinander abgegrenzten Aufgaben.

Parallele Schnittstelle

Die Parallele Schnittstelle bezeichnet einen digitalen Eingang oder Ausgang eines Computers oder eines Peripheriegerätes. Bei der Datenübertragung über eine parallele Schnittstelle werden mehrere Bits parallel übertragen, im Gegensatz zur seriellen Schnittstelle, bei der die Bits nacheinander übertragen werden.
In Bezug auf Peripheriegeräte ist mit „parallele Schnittstelle“ heutzutage meist ein Anschluss nach IEEE 1284 gemeint, welcher nach seiner Verwendung auch als Druckerschnittstelle bzw. Druckerport (englisch line printing terminal, kurz LPT), bezeichnet wird; meist wurde dem noch die Anschlussnummer angehängt, also zum Beispiel LPT1 oder LPT2. Die LPT-Schnittstelle verfügt über 25 Pins.

Passiver Externer Markteilnehmer (passiver EMT)

Technische Rolle des iMSys die berechtigt ist, Messwerte oder Nachrichten vom Gateway zu empfangen und entweder selbst zu verarbeiten oder als Auftragnehmer eines Verarbeiters tätig ist.
Die mit dem Gateway kommunizierende Einheit ist das EMT-Komminikationssystem.

Peer-to-Peer (P2P) -Modell

Peer-to-Peer (kurz meist P2P genannt, von englisch peer „Gleichgestellter“, „Ebenbürtiger“) und Rechner-Rechner-Verbindung sind synonyme Bezeichnungen für eine Kommunikation unter Gleichen, hier bezogen auf ein Rechnernetz.
In einem reinen Peer-to-Peer-Netz sind alle Computer gleichberechtigt und können sowohl Dienste in Anspruch nehmen, als auch zur Verfügung stellen. In modernen P2P-Netzwerken werden die Netzwerkteilnehmer jedoch häufig abhängig von ihrer Qualifikation in verschiedene Gruppen eingeteilt, die spezifische Aufgaben übernehmen.
Der Gegensatz zum Peer-to-Peer-Modell ist das Client-Server-Modell.

Persistenz (Informatik)

dauerhaft ; beschreibt in der Informatik die Fähigkeit Daten (Objekte) oder logische Verbindungen über lange Zeit (insbesondere auch bei einen Programmabruch) bereitzuhalten.

Personal Identification Number (PIN)

Persönliche Erkennungsnummer

Personal Security Enviroment (PSE)

Persönliche Sicherheitsumgebung (PSU) bezeichnet in der Technik der Informationssicherheit den Bereich eines Speichermediums, in dem geheime kryptographische Schlüssel, z. B. der private Teil eines Schlüsselpaares für asymmetrische Verschlüsselung, geschützt gespeichert werden kann. Das kann eine symmetrisch verschlüsselte Datei sein (Software-PSE) oder auch ein spezielles Gerät (Hardware-PSE), wie z. B. eine Smartcard, ein USB-Stick oder ein Hardware-Sicherheitsmodul.

Phasenwinkel

Der Phasenwinkel gibt an, um welchen Winkel die periodische Schwingung von Spannung und Strom
gegeneinander verschoben sind.

Physical Devices

Physischen Geräte

Physical Layer

ist die 1. Schicht (Bit-Übertragung-Schicht) im OSI-Modell. Hier wird der physikalische Anschluß des Systems

Physische Betriebsbereitschaft (Steuerbox)

Die physische Betriebsbereitschaft ist erreicht, wenn die geforderten Funktionen der Steuerbox zur Verfügung stehen.

Plattform (Computer)

Eine Plattform – auch Schicht oder Ebene genannt – bezeichnet in der Informatik eine einheitliche Grundlage, auf der Anwendungsprogramme ausgeführt und entwickelt werden können. Sie befindet sich zwischen zwei Komponenten eines Rechnersystems. Für die Komponente, welche die Plattform nutzt, ist die Komponente darunter nicht sichtbar.
Mögliche Bestandteile einer Plattform sind eine Rechnerarchitektur, Programmiersprache, Bibliotheken und Laufzeitumgebungen.

Port (Computer)

Ein Port ist der Teil einer Netzwerkadresse, der die Zuordnung von TCP- und UDP- Verbindungen und Datenpaketen zu Server-und Client-Programmen durch Betriebssysteme bewirkt.
Zu jeder Verbindung dieser beiden Protokolle gehören zwei Ports, je einer auf der einen Seite des Clients und des Servers. Gültige Portnummern sind 0 bis 65535.

Power Purchase Agreement (PPA)

Stromkaufvereinbarung – PPA sind grundsätzlich Verträge zwischen einem Abnehmer und einem Erzeuger erneuerbarer Energien.

Presentation Layer

ist die 6. Schicht (Darstellung-Schicht) im OSI-Modell. Es werden hier systemabhängige Daten in ein unabhängiges Format umgewandelt. Protokolle können sein FTP, HTTP , NNTP, SMTP, Telnet

Primär Energie

Primarenergie ist Energie, die mit natürlich vorkommenden Energieformen oder -quellen zur Verfügung steht, beispielsweise Kohle, Gas, Sonne oder Wind. Sie ist zu unterscheiden von der Sekundarenergie (z. B. Elektrizität), die erst durch die Umwandlung der Primärenergie zur Verfügung steht.

Privater Schlüssel

Der private Schlüssel ist der Teil eines kryptographischen Schlüsselpaares, auf den nur der Inhaber des Schlüsselpaares zugreifen kann. Er wird in einem Personal Security Environment aufbewahrt und verwendet, um digitale Signaturen zu erstellen oder Daten zu entschlüsseln.

Proprietär

Das Adjektiv proprietär bedeutet in Eigentum befindlich. Es wird für Soft- und Hardware, die auf herstellerspezifischen, nicht veröffentlichten Verfahren basiert, verwendet, um diese zu freier Software und freier Hardware abzugrenzen.
Traditionell werden im IT-Bereich solche Dateiformate, Protokolle usw. aber auch Hardware als
proprietär bezeichnet, die nicht allgemein anerkannten Standards entsprechen, also eigene Entwicklungen sind.

Prosumer

Prosumer ist ein künstlich zusammengesetzter Begriff aus den Worten Producer (Hersteller) und
Consumer (Verbraucher). Er drückt aus, dass ein Energieverbraucher in bestimmten Bereichen auch
gleichzeitig ein Energieerzeuger sein kann.

Proxy

auch Stellvertreter genannt, ist eine Klasse, die als Schnittstelle zu einem sogenannten Subjekt auftritt.
Das Subjekt kann z.B. eine Netzwerkverbindung, ein großes Objekt im Speicher, eine Datei oder andere Ressource sein. Als Stellvereteter dieses Subjektes kann der Proxy die Erzeugung des Subjektes sowie den Zugriff darauf steuern.

Proxy-Kommunikationsprofil

Ein Proxy-Kommunikationsprofil ist ein spezielles Kommunikationsprofil für die HAN Schnittstelle.
Proxy-Kommunikationsprofile legen Parameter für die Kommunikation zu CLS im HAN und EMT
im WAN fest.

Prozessdaten

Prozessdaten sind analoge und digitale Werte, die aus einem technischen Prozess mittels Sensoren
 gewonnen werden. Die Prozessdaten repräsentieren den aktuellen Zustand des Prozesses in der
Leittechnik. Prozessdaten werden dem Bediener angezeigt, archiviert und dienen zur automatischen
Beeinflussung des Prozesses. In manchen Anwendungsgebieten bezeichnet Prozessdaten auch die
archivierten Prozessdaten.
Prozessdaten werden heute häufig über Feldbusse an eine speicherprogrammierbare Steuerung übergeben. Fernwirktechnik wird bei der Übertragung von Prozessdaten über größere Distanzen eingesetzt.

Prozessleittechnik

Als Prozessleittechnik (englisch operating technology of distributed process control) bezeichnet man Mittel und Verfahren, die dem Steuern, Regeln und Sichern verfahrenstechnischer Anlagen dienen.

Pseudonymisierung

Bei der Pseudonymisierung im SMGW wird für den Versand von Messwerten die mit zu sendende
Geräte-ID des jeweiligen Zählers durch ein Pseudonym ersetzt, um die Identifizierung des Zählers
und damit des Letztverbrauchers zu erschweren. Das verwendete Pseudonym wird jeweils vom
SMGW-Admin vorgegeben.

Public-Key-Infrastructure (PKI) -Ablauf-

In einer PKI können Instanzen wie Personen, Organisationen und Computer Zertifikate bei einer Registrierungsstelle (Registration Authority, RA) beantragen. Sie genehmigt den Antrag nach Prüfung der Richtigkeit der Daten im gewünschten Zertifikat. Daraufhin stellt eine Zertifizierungsstelle (Certificate Authority, CA) das Zertifikat zur Verfügung und signiert es. Je nach Sicherheitsstufe kann dies ein automatisiertes Verfahren sein oder unter menschlicher Aufsicht erfolgen. Eine Instanz muss in jeder CA-Domäne eindeutig identifizierbar sein. Eine Drittanbieter-Validierungsstelle (Validation Authority, VA) kann die dafür nötige Information über die Instanz im Namen der Zertifizierungsstelle zur Verfügung stellen.

Public-Key-Infrastructure (PKI) -Certication authority-

In der Informationssicherheit ist eine Zertifizierungsstelle (englisch certificate authority oder certification authority, kurz CA) eine Organisation, die digitale Zertifikate herausgibt. Ein digitales Zertifikat dient dazu, einen bestimmten öffentlichen Schlüssel einer Person oder Organisation zuzuordnen. Diese Zuordnung wird von der Zertifizierungsstelle beglaubigt, indem sie sie mit ihrer eigenen digitalen Unterschrift versieht.

Public-Key-Infrastructure (PKI) -Certificate Policy-

In diesem Dokument beschreibt die PKI ihr Anforderungsprofil an ihre eigene Arbeitsweise. Es dient Dritten zur Analyse der Vertrauenswürdigkeit und damit zur Aufnahme in den Browser.

Public-Key-Infrastructure (PKI) -Digitales Zertifikat-

Ein Public-Key-Zertifikat ist ein digitales Zertifikat, das den Eigentümer sowie weitere Eigenschaften eines öffentlichen Schlüssels bestätigt. Durch ein Public-Key-Zertifikat können Nutzer eines asymmetrischen Kryptosystems den öffentlichen Schlüssel einer Identität (z. B. einer Person, einer Organisation oder einem IT-System) zuordnen und seinen Geltungsbereich bestimmen. Damit ermöglichen Public-Key-Zertifikate den Schutz der Vertraulichkeit, Authentizität und Integrität von Daten durch die korrekte Anwendung der öffentlichen Schlüssel.

Public-Key-Infrastructure (PKI) -Registrierungsstelle-

Registration Authority, RA: Eine Organisation, bei der Personen, Maschinen oder auch untergeordnete Zertifizierungsstellen Zertifikate beantragen können. Diese prüft die Richtigkeit der Daten im Zertifikatsantrag und genehmigt diesen gegebenenfalls. Bei einer manuellen Prüfung wird diese durch den Registration Authority Officer durchgeführt. Die Informationen aus dem genehmigten Antrag können dann durch die Zertifizierungsstelle signiert werden, wobei das gewünschte Zertifikat entsteht.

Public-Key-Infrastructure (PKI) -Validierungsdienst-

Validation Authority, VA: Ein Dienst, der die Überprüfung von Zertifikaten in Echtzeit ermöglicht wie OCSP oder SCVP.

Public-Key-Infrastructure (PKI) -Verzeichnisdienst-

Directory Service: ein durchsuchbares Verzeichnis, das ausgestellte Zertifikate enthält, meist ein LDAP-Server, seltener ein X.500-Server.

Public-Key-Infrastructure (PKI) -Wurzelzertifikat-

Das Wurzel-Zertifikat beinhaltet den öffentlichen Schlüssel der Wurzelzertifizierungsstelle und ist mit dem zugehörigen geheimen Schlüssel signiert (selbstsigniert). Das Wurzelzertfikat stellt den Vertrauensanker in der PKI dar.

Public-Key-Infrastructure (PKI) -Wurzelzertifizierungsstelle-

Oberste Vertrauensinstanz einer PKI.

Public-Key-Infrastructure (PKI) -Zertifikatssperliste-

(Certificate Revocation List, CRL): Eine Liste mit Zertifikaten, die vor Ablauf der Gültigkeit zurückgezogen wurden. Gründe sind die Kompromittierung des Schlüsselmaterials, aber auch Ungültigkeit der Zertifikatsdaten (z. B. E-Mail) oder Verlassen der Organisation. Eine Zertifikatsperrliste hat eine definierte Laufzeit, nach deren Ablauf sie erneut aktualisiert erzeugt wird. Anstatt der CRL kann auch eine Positivliste, die sogenannte White-List verwendet werden, in die nur alle zum aktuellen Zeitpunkt gültigen Zertifikate eingetragen werden. Prinzipiell muss eine PKI immer eine Zertifikatsstatusprüfung anbieten. Hierbei können jedoch neben der CRL (oder der White-List) als Offline-Statusprüfung auch sogenannte Online-Statusprüfungen wie OCSP oder SCVP zum Einsatz kommen (siehe Validierungsdienst). Online-Statusprüfungen werden üblicherweise dort eingesetzt, wo die zeitgenaue Prüfung des Zertifikates wichtig ist z. B. bei finanziellen Transfers etc.

Public-Key-Infrastructure (PKI) -Zertifizierungsstelle-

Certificate Authority, CA: Eine Organisation, die das CA-Zertifikat bereitstellt und die Signatur von Zertifikatsanträgen übernimmt.

Public-Key-Infrastructure (PKI)

Mit Public-Key-Infrastruktur (PKI, englisch public key infrastructure) bezeichnet man in der Kryptologie ein System, das digitale Zertifikate ausstellen, verteilen und prüfen kann. Die innerhalb einer PKI ausgestellten Zertifikate werden zur Absicherung rechnergestützter Kommunikation verwendet.

Rechnungssteller

Derjenige, der auf Basis der abrechnungsrelevanten Messwerte Rechnungen an einen anderen
Marktteilnehmer stellt.

Redispatch

Die Anweisung zur Verschiebung von geplanter Stromproduktion um Netzengpässe zu vermeiden

Redundanz (Netzleittechnik)

Aus Sicherheitsgründen ist es üblich, die Rechnertechnik redundant auszulegen, d. h. zwei Rechner mit gleicher Aufgabenstellung werden parallel betrieben und überwachen sich gegenseitig. Fällt einer der beiden Rechner aus, übernimmt der jeweils anderedessen Aufgaben, so dass der Betrieb des Netzes nicht eingeschränkt wird. Als Rechner kommen Workstations oder Standard-PC in Workstation/Server-Technologie zum Einsatz. Die Redundanz wird normalerweise auch auf die lokale Vernetzung (LAN) ausgeweitet.

Regelbetrieb

Der Regelbetrieb umfasst den Zeitpunkt ab abgeschlossener Inbetriebnahme bis zur Außerbetriebnahme. Der Regelbetrieb stellt unterschiedliche Anforderungen an die kommunikative Anbindung einer Fernsteuereinheit an die Koordinationsfunktion.

Regelwerk

Die Vorschrift zur Verknüpfung von Eingangsgrößen, Bedingungen und Berechnungen zur
Umschaltung von Tarifen. Ein Regelwerk besteht aus mehreren Regeln, die auch abgeleitete Werte
desselben Regelwerks verwenden können. Regelwerke werden vom Auswertungsprofil
parametriert.

Regelzone (RZ)

Der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) ist gesetzlich verpflichtet, in seiner Regelzone ständig das Leistungsgleichgewicht zwischen elektrischer Erzeugung und Verbrauch aufrechthalten, um die Netzstabilität (Frequenzhaltung von 50 Hertz und Spannungshaltung) sicherstellen zu können. Dafür kommt eine automatische Leistungs-Frequenz-Regelung zum Einsatz, die aus der Primärregelung und der Sekundärregelung besteht. Die Sekundärregelung kann durch den manuellen Einsatz von Minutenreserve unterstützt werden.

Registrierende Lastgangmessung

Erfassung der Energiemenge pro Registrierperiode. Die Gesamtheit der Energiemengen über einen
Zeitraum stellt einen Lastgang dar

Registrierperiode

Eine Registrierperiode ist der Zeitraum zur Ermittlung eines Energiemesswertes für einen Lastgang
oder Zählerstandsgang.

Remote Terminal Unit (RTU)

Als Remote Terminal Unit (RTU, deutsch Fernbedienungsterminal) wird ein regeltechnisches bzw.
steuerungstechnisches Instrument zur Fernsteuerung bezeichnet.Es wird für die Prozesstechnik,
Energieübertragung, Energieverteilung und Energieerzeugung verwendet, wo man von einer Warte
oder weit entferntem Zentrum aus bestimmte Prozesse überwachen und/oder fernsteuern kann.
Hierfür wird auch die Bezeichnung Fernwirken verwendet, weshalb im deutschsprachigen Raum
RTUs häufig Fernwirkgeräte genannt werden.

Repowering

Windenergieanlagen der neueren Generation bringen eine Leistung von bis zu 8 MW auf. Zudem sind die Anlagen störungsärmer, leiser und wirkungsvoller. Der Vor-Ort-Austausch von älteren gegen neue Windenergieanlagen heißt deshalb auch Repowering.

Request (Vclient-Servewr-Modell)

(deutsch: Anforderung/Anfrage) Anforderung eines Clients an den Server, dessen Dienst er benötigt.

Reserveleistung

Reserveleistung ist die Leistung, die für Abweichungen in der Leistungsbilanz zwischen den erwarteten und den tatsächlich eintretenden Verhältnissen oder für konkret planbare Sachverhalte vorgehalten wird.

Response (Client-Server-Modell)

(deutsch: Antwort) Antwort eines Servers auf eine Anforderung eines Clients.

Root-CA

(deutsch: Stammzertifizierungsstelle – oder Wurzelzertifizierungsstelle) Die oberste Zertifizierungsstelle (Root CA) signiert ihr eigenes Zertifikat selbst. Das Wurzelzertifikat bildet damit den gemeinsamen Vertrauensanker aller ihm untergeordneter Zertifikate.

RTC (Real Tome Clock)

Echtzeituhr ist ein elektronisches Gerät und wird zur Aufrechterhaltung einer verlässlichen Systenmzeit der Steuerbox bei Stromausfall genutzt.

Rundsteuerempfänger

Ein Rundsteuerempfänger muss alle von der Sendezentrale übermittelte Impulstelegramme
auswerten und nur die an ihn gerichteten als Schaltbefehl an seinen Relaisausgängen ausführen.
Er soll weitgehend unempfindlich gegen Überspannungen, Störspannungen, Netzoberschwingungen
sowie Temperaturschwankungen sein.
Im Eingangsteil wird aus der angelegten Netzspannung die Rundsteuerfrequenz meist mit aktiven
Filtern herausgefiltert und verstärkt. Mit dem Startimpuls beginnt im Auswerteteil ein Decodierzyklus,
bei dem die empfangene Impulsfolge mit den im Empfänger programmierten Impulsmustern
(Rundsteuerbefehl) verglichen wird. Bei Übereinstimmung schalten die betreffenden Befehlsrelais im
Ausgangsteil ihre Steuerobjekte ein oder aus. Als gemeinsamer Zeitmaßstab für Sende- und
Empfangsanlage dient die Netzfrequenz, aus der alle Impulszeiten abgeleitet werden. Somit ist auch
bei längeren Rundsteuertelegrammen stets ein Synchronlauf zwischen Sendezentrale und
Empfängern gewährleistet. -> siehe auch www.rundsteuerung.de

Rundsteuersendeanlage

Die Sendeanlage besteht aus einer Sendezentrale, die in der Regel in der Netzleitstelle ihren Standort
hat, der Übertragungseinrichtung zur Einspeisestelle, einem Rundsteuersender mit zugehörigem
Kommandogerät am Ort der Einspeisung, sowie der Ankopplung an das Energieversorgungsnetz.
Ein Umrichter formt eine Wechselspannung bestimmter Spannung und Frequenz in eine
Wechselspannung anderer Spannung und Frequenz um. Die Umrichter arbeiten fast ausschließlich mit Gleichspannungszwischenkreis, d.h. die vorgegebene Wechselspannung wird zuerst gleichgerichtet und geglättet. Anschließend formt eine Wechselrichterschaltung aus der so erhaltenen Gleichspannung die gewünschte tonfrequente Wechselspannung.
Der Sender muss mit dem Energieversorgungsnetz über Koppelglieder verbunden werden. Die Koppelglieder oder auch Ankopplungen gestatten die Überlagerung der Tonfrequenzspannung in das 50 Hz-Netz. Ankopplungen werden nach den zwei Grundvarianten unterschieden: Serienankopplung und Parallelankopplung. -> siehe auch www.rundsteuerung.de

Rundsteuertechnik (ripple control)

ist eine Fernsteuerung über das vorhandene Stromversorgungsnetz. Dabei werden die Steuersignale über das Stromnetz ausschließlich von zentralen Rundsteuersendern an dezentrale Rundsteuerempfänger übermittelt.Die Übertragung der Steuerbefehle erfolgt durch Impulsfolgen im Frequenzbereich von 110 Hz bis etwa 2000 Hz, die der Netzspannung mit einer Amplitude von ca. 1 bis 4 % der jeweiligen Nennspannung überlagert werden (zulässig sind frequenzabhängig bis zu 9 %). Die EVU-eigene Rundsteuerfrequenz wird zur Übertragung nach einem bestimmten Code (Impulsraster) ein- und ausgeschaltet, wodurch ein Impulstelegramm entsteht.
Prinzipiell sind alle zentralen Punkte im Netz des EVU von der Niederspannungs- bis zur Hochspannungsebene zur Einspeisung des Impulstelegramms geeignet. Realisiert wird eine solche Einspeisung mit einer Sendeanlage, die aus einem Sender und einer Ankopplungseinrichtung besteht. Die Leistung eines Rundsteuersenders für Mittelspannungsankopplung liegt bei 80 bis 200 kVA, für Hochspannungsankopplung bei bis zu 2400 kVA.
Anwendungsgebiete sind Laststeuerung, Lastregelung, Stufensteuerung von Einspeiser,

SaaS (Sofware as a Service)

bedeutet Software als Service. Das SaaS-Modell basiert auf dem Grundsatz, dass die Software und die IT-Infrastruktur bei einem externen IT-Dienstleister betrieben und vom Kunden als Dienstleistung genutzt werden. Für die Nutzung von Online-Diensten wird ein internetfähiger Computer sowie die Internetanbindung an den externen IT-Dienstleister benötigt. Der Zugriff auf die Software wird meist über einen Webbrowser realisiert.

SCADA (Supervisory Control and Data Acqusition)

ist das Überwachen und Steuern technischer Prozesse mittels eines Computer-Systems.

Schaltanlage

In Schaltanlagen erfolgt die eigentliche Stromverteilung und das Zusammenfassen von Lasten bzw. Verbrauchern. Schaltanlagen bilden mit ihren Sammelschienen die „Knotenpunkte“ der
Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze. Die in den Knoten ankommenden und abgehenden Leitungen werden als Abzweige bezeichnet. Man unterscheidet Abzweige in Einspeisungen, Abgänge und Kupplungen zu anderen Netzknoten. 

Schaltleitung (EVU)

Als Schaltleitung (bei regional übergeordneter Funktion Gruppenschaltleitung, bei systemführender Funktion Hauptschaltleitung) wird eine Dienststelle (Leitstelle, Schaltwarte) eines Energieversorgungsunternehmens bzw. eines Verteil- oder Übertragungsnetzbetreibers bezeichnet.
Die Schaltleitung überwacht und steuert mit Hilfe eines Netzleitsystems ein Stromnetz im Mittel- bis Höchstspannungsbereich. Dabei sind, zumindest historisch betrachtet, Schaltvorgänge in Schalt- und Umspannanlagen von hervorgehobener Bedeutung. Diensttuende technische Angestellte können per Fernsteuerung in Prozesse eingreifen bzw. diese per Datenfernübertragung überwachen.

Schaltstufe

Für Anlagen, die keine kontinuierliche Wirkleistungsvorgaben unterstützen, werden als Schaltstufen die diskreten Arbeitspunkte (Angabe in %) relativ zur Nennleistung der Anlage definiert.

Schaltung,Schalten

Vorgang bei dem zwischen scharf begrenzten Zuständen gewechselt wird.

Scheinleistung

Die Scheinleistung ist die geometrische Summe aus Wirk- und Blindleistung.

Schnellladepunkt

Ein Ladepunkt, an dem elektrische Energie mit einer Ladeleistung von mehr als 22KW an ein
Elektromobil übertragen wird.

Schnittstellen (Übertagungstechnik)

Schnittstellen verbinden Systeme, die unterschiedliche physikalische, elektrische und mechanische Eigenschaften aufweisen. Schnittstellen bilden den Übergang von einem System in ein anderes System. In der Definition einer Schnittstelle sind gemeinsame Eigenschaften, Verfahren und Protokolle für beide Systeme festgelegt, damit eine Übertragung elektrischer Signale, ein Datenaustausch und Kommunikation möglich ist.

Schutzprofil -im Kontext elektronische Identitäten-

Ein Schutzprofil ist eine allgemeine Zusammenstellung von Sicherheitsanforderungen an eine bestimmte Gattung informationstechnischer Produkte. Sie werden im Rahmen der Sicherheitszertifizierung von IT-Produkten nach ISO/IEC 15408 („Common Criteria“) verwendet.
Ein Beispiel für die Verwendung von Schutzprofilen in Deutschland sind die Sicherheitsanforderungen an intelligente Stromzähler, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erarbeitet werden.Sie geben eindeutig das Sicherheitsniveau vor, das von der Kommunikationseinheit (Smart Meter Gateway) eines intelligenten Messsystems zur Gewährleistung von Datenschutz, Datensicherheit und Interoperabilität zu erfüllen ist.

Schwachlastfall

Bei einer lokalen Stromunterproduktion spricht man von einem Schwachlastfall.

Schwarzstartfähigkeit

Die Schwarzstartfähigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Kraftwerksblocks unabhängig vom Zustand des Stromnetzes vom ausgeschalteten Zustand selbst wieder anfahren zu können. Kommt es zu einem weiträumigen Zusammenbruch des Stromnetzes (Schwarzfall), stellen diese Kraftwerke den ersten Schritt für den Versorgungswiederaufbau dar. Jeder ÜNB hat für seine Regelzone dafür Sorge zu tragen, dass eine ausreichende Anzahl von schwarzstartfähigen Erzeugungseinheiten zur Verfügung steht.

Secure Socket Layer (SSL)

Secure Socket Layer, Protokoll zur Absicherung von Internet-Verbindungen, das Zertifikate zur
Authentiserung von Server und Client (optional) nutzt.

Sensor

Technische Komponente, die physische Größen in ein elektronisches oder informationstechnisches
Signal umsetzt. Physische Größen können Wetterdaten (bspw. Temperatur, Windgeschwindigkeit,
Lichtintensität) oder Mediendaten (bspw. Temperatur,Druck) oder Betriebszustände (bspw. Ein/Aus,
Füllstand) oder elektrische Größen wie Strom,Spannnung,Frequenz, Phasenwinkel sein.

Serielle Schnittstelle

Die serielle Schnittstelle ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine Schnittstelle zur Datenübertragung zwischen zwei Geräten, bei denen einzelne Bits zeitlich nacheinander übertragen werden (Serielle Datenübertragung). Die Bezeichnung wird in Abgrenzung zu einer parallelen Schnittstelle benutzt, bei der mehrere Bits zeitgleich auf mehreren Stromkreisen übertragen werden. Beide Bezeichnungen sind unpräzise und werden für eine große Anzahl unterschiedlicher Schnittstellendefinitionen benutzt.

Server (Software)

Ein Server (engl.: to serve = bedienen) ist ein Programm, das auf die Kontaktaufnahme eines Clients wartet, um eine bestimmte Dienstleistung für ihn zu erfüllen. Die Kommunikation erfolgt nach dem Client-Server-Modell. Die Dienstleistung des Servers ist spezifisch für den Server, so dass für jede Dienstleistung ein eigener Server existiert. Die Dienstleistung des Servers nennt man Dienst, und der Datenaustausch zwischen Client und Server ist durch ein dienstspezifisches Protokoll festgelegt.
Rechner auf denen Server-Software ausgeführt wird, werden als „Host“ bezeichnet.

Service (Client-Server-Modell)

(deutsch: Dienst) Protokoll einer festgelegten Aufgabe, die der Server anbietet und der Client nutzen kann.

Servicedienstleister

Passiver EMT, der Anschlussnutzern Mehrwertdienste anbietet.

Serviceprovider (SP)

ist verantwortlich für den Betrieb der Fernsteuereinheit, deren Funktionen und Prozesse. Aufgaben sind Inbetriebnahme, IKT -Anbindung an Koordinationsfunktion, verantwortlich für Regelbetrieb und Störungsbehebung.

Session Layer

ist die 5. Schicht (Sitzung-Schicht) im OSI-Modell. Hier wird die Steuerung der Verbindungen und des Datenaustauschs umgesetzt. Protokolle können sein FTP; HTTP, SMTP, Telnet

Sichere Kommunikative Anbindung

Erteilen der Berechtigung zum Austausch von Informationen zwischen einer Systemeinheit und einer
externen Entität über einen Administrator. Die Systemeinheit hat das Schutzniveau nach PP-0073
oder vergleichbar, der Administrator erfüllt die organisatorischen Anforderungen nach TR-03109-6 oder vergleichbar und beide erfüllen die kryptographischen und PKI-Anforderungen TR03901.

Sichere Transportverbindung

Eine Transportverbindung zwischen zwei berechtigten Kommunikationspartnern, die die Schutzziele
der HLSUC (u.a. Authentizität,Vertraulichkeit,Rechtzeitigkeit von Nachrichten) nacheweislich einhält und dem Schutzniveau eines TLS-Proxy nach TR-03109 und PP-0073 entspricht.

Smart Building (Einsatzbereich SMGW)

Steuerung und Monitoring von energietechnischen Einrichtungen

Smart Grid (Einsatzbereich SMGW)

Steuerung und Monitoring von Einspeise-, Verbrauchs-, Speicher-, und Netzeinrichtungen

Smart Home (Einsatzbereich SMGW)

Digitaler Verbbraucherinformation und Energieeffizienz

Smart Meter Gateway-Schutzprofil (BSI-CC-PP-0073)

Das Schutzprofil beschreibt mögliche Bedrohungen eines SMGW in seiner Einsatzumgebung und
definiert die Mindestanforderungen für entsprechende Sicherheitsmaßnahmen.

Smart Metering (Einsatzbereich SMGW)

Mehrsparten- und Untermessung

Smart Mobilty (Einsatzbereich SMGW)

Integration der Ladeinfrastruktur, sicheres Lademanagement und datenschutzkonforme Abrechnung

Smart Service (Einsatzbereich SMGW)

Weitere Dienste der SMGW-Kommunikationsplattform

Smart-Meter-Gateway

Die Kommunikationseinheit eines intelligenten Messsystems, die ein oder mehrere moderne Messeinrichtungen und weitere technische Einrichtungen wie insbesondere Erzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz zur Gewährleistung des Datenschutzes, der Datensicherheit und Interoperabilität unter Beachtung der besonderen Anforderungen von Schutzprofilen und Technischen Richtlinien nach § 22 Absatz 1 und 2 sicher in ein Kommunikationsnetz einbinden kann und über Funktionalitäten zur Erfassung, Verarbeitung und Versendung von Daten verfügt.

Smart-Meter-Gateway-Administrator

Eine natürliche oder juristische Person, die als Messstellenbetreiber oder in dessen Auftrag für den technischen Betrieb des intelligenten Messsystems verantwortlich ist.

Smart-Meter-Gateway-Kommunikationsplattform

Technische Basis eines SMGW Hard- und Softwaresystems, die um einsatzbereichsspezifischen
Gateway-Geräten erweitert werden kann.
Die Hauptaufgabendes SMGW bestehen dabei in der technischen Separierung der angeschlossenen
Netze, der sicheren Kommunikation in diese Netze, der Erfassung, Verarbeitung und Speicherung
empfangener Messwerte verschiedener Zähler, der sicheren Weiterleitung der Messwerte an die
Backendsysteme externer autorisierter Marktteilnehmer im WAN sowie der Verarbeitung von
Administrationstätigkeiten durch den jeweiligen GWA.

Smart-Metering-Public-Key-Infrastruktur

ein System zur Ausstellung, Verteilung und Prüfung von digitalen Zertifikaten, welches die Authentizität und die Vertraulichkeit bei der Kommunikation und den gesicherten Datenaustausch der verschiedenen Marktteilnehmer mit den Smart-Meter-Gateways sicherstellt.

SME

Submeter-Einheit

Socks 5 Protokoll

ist ein Internet Protokoll, das Client-Server Anwendungen erlaubt, protokollunabhängig und
transparentdie Dienste eines Proxy-Servers zu nutzen.

Spannungsebenen

Stromnetze werden nach der Betriebsspannung eingeteilt, bei der sie elektrische Energie übertragen.
In Deutschland übliche Betriebsspanungen:
Höchstspannung 220kV oder 380KV ; Hochspannung: 110 KV60kV bis 150 kV ;
Mittelspannung: 10 KV,20 KV oder 30KV ; Niederspannung: 230/400V

Spitzenlast

Die Spitzenlast ist die maximale Leistung, die während einer Zeitspanne (z.B. Tag, Monat, Jahr) von einer Verbrauchseinrichtung bezogen wird oder über ein Versorgungsnetz aufzubringen ist.

Spotmarktpreis

Der Strompreis in Cent pro Kilowattstunde, der sich in der Preiszone für Deutschland aus der Kopplung der Orderbücher aller Strombörsen in der vortägigen Auktion von Stromstundenkontrakten ergibt; wenn die Kopplung der Orderbücher aller Strombörsen nicht oder nur teilweise erfolgt, ist für die Dauer der unvollständigen Kopplung der Durchschnittspreis aller Strombörsen gewichtet nach dem jeweiligen Handelsvolumen zugrunde zu legen.

Stakeholder

Alle Personen oder Gruppen, die ein berechtigtes Interesse am Verlauf oder Ergebnis eines Prozesses oder Projektes haben.

Starklastfall

Bei einer lokalen Stromunterproduktion spricht man vom Starklastfall.

Statusinformation

Zusätzliche Information zu einem Messwert

Steueranweisung

Informationstechnische Nachricht, die an einen Empfänger gesendet wird, um diesen zu steuern.

Steuerbare Einheit

ist eine elektrische Anlage, die über eine technische Schnittstelle Steuerungssignale von einer
Fernsteuereinheit empfängt und verarbeitet.

Steuerbare Einrichtung

Energieverbrauchs-, Energieerzeugungs- oder EnergiespeiEnergiespeichereinrichtung, die über ein
Liegenschaftsverteilnetz an einen Netzanschluss angeschlossen ist und deren Solleistung durch
optionale Zusatzeinrichtungen wie eine Steuereinheit fernsteuerbar sind. Beispiele sind PV-Anlagen,
Wärmepumpen, Nachtspeicherheizungen, Heimspeicher, Wallboxen, Ladesäulen, KWK-Anlagen.

Steuerbare Ressource

Eine steuerbare Ressource wirkt auf mindestens einen Netzanschlusspunkt und ist steuerbar.
Zusatzinformationen:
Einer steuerbaren Ressource sind eine oder mehrere technische Ressourcen zugeordnet.

Steuerbox

Komponente zum netzdienlichen Einspeise- und Lastmanagement im Rahmen eines digitalen Netzanschlusses

Steuereinheit für eine Steuerbare Einheit (SE)

Systemeinheit, die die Fernsteuerbarkeit einer Anlage nach EEG § 9 Abs. 1 Satz 1, die Vorgaben nach VO EnWG § 14a und sonstiger steuerbaren Lasten ermöglicht, die sichere Anbindung an die Gateway
Kommunikationsplattform ermöglicht und den Standards zur Diguitalisierung der Energiewende
entspricht.

Steuersignal

elektisches Signal, das an einen Empfänger gesendet wird, um diesen zu steuern.

Steuerungsfunktionen

Anhand von Steuerungsfunktionen werden alle möglichen Schalthandlungen auf der Steuerbox umgesetzt. So werden beispielsweise komplexe Schaltprogramme, Direktbefehle, aber auch Wischerbefehle als eigene Steuerungsfunktion abgebildet. Die Ausführung der Steuerungsfunktion erfolgt mit der Steuerbox autark.

Strombörse

Eine Strombörse ist ein neutraler Handelsplatz mit transparenter Preisbildung und gleichen Konditionen für alle dort zugelassenen Handelsteilnehmer. Sie verfolgt keine eigene Handelsstrategie. Eine Strombörse unterliegt als Warenbörse dem deutschen Börsengesetz. Für im europäischen Ausland niedergelassene Börsen gelten ggf. andere gesetzliche Bestimmungen/Zulassungsvoraussetzungen. In Deutschland befindet sich der Sitz der Strombörse in Leipzig.

Stromerzeugungsanlage

Jede technische Einrichtung, die unabhängig vom eingesetzten Energieträger direkt Strom erzeugt, wobei im Fall von Solaranlagen jedes Modul eine eigenständige Stromerzeugungsanlage ist.

Stromgroßhändler

natürliche oder juristische Personen mit Ausnahme von Betreibern von Übertragungs-, Fernleitungs- sowie Elektrizitäts_x0002_und Gasverteilernetzen, die Strom zum Zwecke des Weiterverkaufs innerhalb oder außerhalb des Netzes, in dem sie ansässig sind, kaufen.

Stromnetz

Die Gesamtheit der miteinander verbundenen technischen Einrichtungen zur Abnahme, Übertragung und Verteilung von Elektrizität für die allgemeine Versorgung.

StromNZV

Stromnetzzugangsverordnung ist eine Verordnung auf Basis des EnWG. Sie regelt die Bedingungen
für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen zur Einspeisung von elektrischer Energie in Einspeisestellen und der zeitgleichen Entnahme von elektrischer Energie an räumlich davon entfernt liegenden Entnahmestellen.

Sub-CA

untergeordnete Zertifizierungsstelle, deren Zertifikat wieder durch eine Zertifizierungsstelle ausgestellt worden ist.

Submeter

Mess-oder Erfassungsgerät, dass eine Untermessung abseits des Messanschlusspunkts umsetzt und
über eine Submetereinheit an das SMGW angebunden ist.

Submetereinheit

Ermöglicht die Erfassung, Zwischenspeicherung von Daten von Mess- und Erfassungsgeräten für
Wärme, Heizkosten,Kaltwaser, Warmwasser.

Supply Equipment Communication Controller

Kommunikations-Kontroller für Ladeeinrichtungen

SVCP

Das Server-based Certificate Validation Protocol (SCVP) ist ein Internet-Protokoll. Es ermöglicht Clients, den Aufbau einer X.509-Zertifikatskette und deren Validierung auszulagern. Dies wird vor allem von Clients benötigt, die mit dem Kettenaufbau und dem Validieren aufgrund fehlender Ressourcen oder Protokolle überlastet sind. SCVP kann dem Client alle Aufgaben (Aufbau der Kette, Überprüfen auf Widerruf, Validieren) einer vollständigen Zertifikatsprüfung abnehmen.
Im Gegensatz zu OCSP besteht SCVP aus zwei Nachrichten:
-Zunächst fragt der Client den Server nach unterstützten Validation Policies, welche bestimmen, für welche Anwendungen der Server konfiguriert wurde.
-Danach schickt der Client dem Server Zertifikats-IDs und gibt an, welche Aktionen durchzuführen sind, die der Server signiert beantwortet.
Bisher wird SCVP kaum eingesetzt und nur von wenigen Anwendungen unterstützt.

Swistra -Telegramm (Rundsteuerung)

Mit dem Swistra -Telegramm wurde von den Rundsteuerexperten der Swistec GmbH die Rundsteuertechnik weiterentwickelt. Es werden neue Anwendungsgebiete der Rundsteuerung mit Swistra ermöglicht.

Syntax (Computer)

Beim Programmieren legt die Syntax formale Regeln über die zulässigen Sprachelemente einer Programmiersprache fest. Außerdem regelt sie, inwiefern diese Elemente in einem Programm verwendet werden dürfen. Die Programmiersprache kann als Schnittstelle zwischen Mensch und Computer verstanden werden. So wie Sie als Mensch nur sinnvoll aufgebaute Sätze verstehen können, versteht ein Computer auch nur Programme, die sinnvoll formulierte Befehle an ihn senden. Deshalb ist es wichtig, beim Programmieren die Syntax der jeweiligen Programmiersprache einzuhalten.

Systemdienstleistungen

Als Systemdienstleistungen werden in der Elektrizitätsversorgung diejenigen für die Funktionstüchtigkeit des Systems unvermeidlichen Dienstleistungen bezeichnet, die Netzbetreiber für ihre Netzkunden zusätzlich zur Übertragung und Verteilung elektrischer Energie erbringen und damit die Qualität der Stromversorgung bestimmen.

Systemzeit

beschreibt die auf der Steuerbox verwendete lokale Zeit. Die Systemzeit kann die Zustände gültig, nicht synchron und ungültig, abhängig vom Ergebnis der Zeitsynchronisation, einnehmen.

Tarif / Tarifierung

Die Tarifierung ist ein Aufteilen der gemessenen elektrischen Enegie bzw. Volumenmengen gemäß
den hinterlegten Auswertungsprofilen in verschiedene Tarifstufen.

Tarifanwendungsfälle

Anwendungsfall des SMGW für Tarifierung, Bilanzierung und Netzzustandsdatenerhebung.
TAF1: datensparsame Tarife TAF2: zeitvariabele Tarife TAF6: Abruf von Messwerten im Bedarfsfall TAF7:Zählerstandsgangmessung TAF9: Ist-Einspeisung von Erzeugungsanlagen TAF10: Abruf von Netzzustandsdaten TAF14: Disaggreation von Daten

Tarifstufe

Eine Tarifstufe bezieht sich auf den Anteil einer Energiemenge, die mit einem eigenen Preis
abgerechnet werden soll. Tarifstufen werden den abgeleiteten Register zugeordnet.

Tarifumschaltanweisung (Steuersignal)

Ein vom SMGW-Admin oder von einem autorisierten CLS übermittelte Anweisung für die Steuerung
von Tarifumschaltungen im SMGW.

Tarifumschaltliste

Liste von Tarifumschaltzeitpunkten. Die Umschaltzeitpunkte können periodisch wiederkehrend sein. Der Liste ist auch ein Gültigkeitszeitraum zugeordnet sowie die OBIS-Kennzahl des entsprechenden abgeleiteten Registers (Tarifstufe).

Tarifumschaltzeitpunkt

Zeitpunkt zu dem in eine bestimmte Tarifstufe geschaltet werden soll. Diese werden in
Auswertungsprofilen parametriert.

Tarifwechselliste

Liste von Tarifwechselzeitpunkten.

Tarifwechselzeitpunkt

Zeitpunkt zu dem in eine bestimmte Tarifstufe geschaltet worden ist. Hier sind die tatsächlichen
aufgetretenen Ist-Zeitpunkte gemeint.

TCP/IP

Bei TCP/IP handelt es sich um eine Gruppe von Protokollen, die die Grundlage für das Internet und andere Netzwerke bilden. Mithilfe der IP-Adresse und dem Internetprotokoll wird das Datenpaket an den richtigen Empfänger gesendet. Das TCP (Transmission Control Protocol) ist verantwortlich eine Verbindung zwischen den beiden beteiligtengeräten aufzubauen und die Übertragung aufrecht zu erhalten. Sollte der Transport der Datenpakete gestört worden sein, sorgt das Protokoll für einen erneuten Übermittlungsversuch.

Techn./Kaufm. Betriebsführer (TBF/KBF)

Dienstleistungsunternehmen, das den techn. und/oder kaufm. Betrieb einer Anlage abwickelt
(z. B. Monitoring, Steuerung von War_x0002_tung und Instandhaltung)

Technische Anschlussbedingungen (TAB)

Vorgaben des Netzbetreibers im Zusammenspiel mit § 19 im EnWG

Technische Anschlussregel (TAR)

fassen die wesentlichen Gesichtspunkte zusammen, die beim Anschluss von Kundenanlagen an die öffentlichen Energieversorgungsnetze beachtet werden müssen. Zudem enthalten die TAR wichtige Informationen zum Betrieb solcher Anlagen. TAR sind die Basis für die TAB der Netzbetreiber.

Technische Richtlinie (TR) -im Kontext elektronische Identitäten-

Das Ziel der technischen Richtlinien des BSI (BSI-TR) ist die Verbreitung von angemessenen IT-Sicherheitsstandards. Technische Richtlinien richten sich daher in der Regel an alle, die mit dem Aufbau oder der Absicherung von IT-Systemen zu tun haben. Sie ergänzen die technischen Prüfvorschriften des BSI und liefern Kriterien und Methoden für Konformitätsprüfungen sowohl der Interoperabilität von IT-Sicherheitskomponenten als auch der umgesetzten IT-Sicherheitsanforderungen.

Thread (Informatik)

In der Informatik bezeichnet Thread (englisch thread, ‚Faden‘, ‚Strang‘) -auch Aktivitätsträger oder
leichtgewichtiger Prozess genannt – einen Ausführungsstrang oder eine Ausführungsreihenfolge in
der Abarbeitung eines Programms. Ein Thread ist Teil eines Prozesses.
Es wird zwischen zwei Arten von Threads unterschieden:
– Threads im engeren Sinne, die sogenannten Kernel-Threads laufen ab der Steuerung durch das
Betriebssystem
– Im Gensatz dazu sthen die User-Threads, die das Computerprogramm des Anwenders komplett
selbst verwalten muss

Transite

Transite sind die Übertragung von Leistungen durch ein Netz. Transite sind der Saldo von Importen und Exporten eines Netzes.

Transmission System Operator Security Cooperation (TSC)

Transmission System Operator (TSO) heißt Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB). Die TSO Security Cooperation (TSC) ist eine Kooperation von aktuell 14 europäischen Übertragungsnetzbetreibern mit dem Ziel, die Sicherheit in den Höchstspannungsnetzen in Zentraleuropa weiter zu erhöhen. Die Partner der TSC sind für die Energieversorgung von 170 Millionen Europäern verantwortlich. Die Initiative umfasst ein ständiges Sicherheitsgremium, nutzt ein Echtzeitinformationssystem (Real-time Awareness and Alarm System, RAAS) und verwendet eine gemeinsame IT-Plattform. Auf dieser werden allen Teilnehmern Daten und Sicherheitsberechnungen gleichberechtigt zur Verfügung gestellt. TSC ermöglicht den ÜNB, ihre Arbeit besser abzustimmen. Das hilft vor allem bei der Integration der erneuerbaren Energien sowie dem verstärkten länderübergreifenden Stromhandel und -transport.

Transparente Daten (SMGW)

Flüchtige Daten, die das SMGW ohne Kenntnis ihrer inneren Struktur von einem berechtigten Kommunikationspartner empfängt und an einen anderen berechtigten Kommunikationspartner über den CLS-Proxy weiterleitet.

Transparenter Kommunikationskanal

ist ein im SMGW terminierter TLS-geschützter Kommunikationskanal zwischen CLS und externem
Marktteilnehmer nach BSI TR-3109-1.

Transport Layer

ist die 4. Schicht ( Transpot-Schicht) im OSI-Modell. Es werden einer Anwendung Datenpakete zugeordnet. Protokolle können sein TCP, UDP, SPX

Transport Layer Security (TLS)

TLS ist ein Protokoll, das der Authentifizierung und Verschlüsselung von Internetverbindungen dient.
TLS schiebt sich als eigene Schicht zwischen TCP und den Protokollen der Anwendungs- und Darstellungsschicht. In der Regel geht es darum, die Echtheit des kontaktierten Servers durch ein Zertifikat zu garantieren und die Verbindung zwischen Client und Server zu verschlüsseln.

Transportnetzbetreiber

Transportnetzbetreiber
jeder Betreiber eines Übertragungs- oder Fernleitungsnetzes

TYNDP

Alle zwei Jahre erarbeitet die ENTSO-E einen Zehnjahresplan zur Netzentwicklung (Ten-Year Network Development Plan, TYNDP). Er gilt gemeinschaftsweit, ist nicht bindend und soll eine größere Transparenz zum notwendigen Ausbau des gesamten EU-Übertragungsnetzes gewährleisten.

Übertragung

Die Übertragung im elektrizitätswirtschaftlichen Sinn ist der technisch-physikalische Vorgang zwischen der zeitgleichen Einspeisung von elektrischer Leistung an einer oder mehreren Übergabestellen und einer korrespondierenden Entnahme elektrischer Leistung an einer oder mehreren Übergabestellen eines Netzes.

Übertragung (Rundsteuertechnik)

Die Rundsteueranlage dient zur Fernsteuerung von Verbrauchern im Energieversorgungsnetz des
EVU. Als Übertragungsweg wird das normale Energieversorgungsnetz verwendet. Die Übertragung
der Steuerbefehle erfolgt durch Impulsfolgen im Bereich von 167 Hz bis ca. 2000 Hz, die der 50 Hz-
Spannung mit einer Amplitude von 1% bis 8% der jeweiligen Netznennspannung überlagert sind.
Die Tonfrequenz wird zur Übertragung nach einem Code (Impulsraster) ein- und ausgeschaltet,
wodurch ein „Telegramm“ entsteht. Dem fernzusteuernden Verbraucher ist ein spezieller Empfänger
(Rundsteuerempfänger) vorgeschaltet, der die Impulstelegramme wieder aus dem Netz herausfiltert
und daraus die gewünschte Steuerinformation ableitet. -> siehe www.rundsteuerung.de

Übertragungsnetz

Mit dem Übertragungsnetz wird Strom über weite Entfernungen geleitet. Es besteht aus Hochspannungsleitungen und zusätzlichen technischen Einrichtungen.

Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB)

Der ÜNB ist ein Betreiber eines Übertragungsnetzes, das regelzonen- und grenzüberschreitende Verbindungen in andere Übertragungsnetze aufweist. Der ÜNB ist zuständig für die Systemsicherheit und verantwortlich für die Ermittlung der EEG-Überführungszeitreihen sowie die kurzfristige Plausibilisierung von Bilanzierungen in der Regelzone. Der ÜNB ist auch verantwortlich für die Aggregation der Energiemengenvon Marrktlokationen mit ÜNB-Aggregationsverantwortung.
Spannungsebene der Übertagungsnetze in Deutschland 220kV oder 380 kV.

Übertragungsprotokoll

Gesamtheit der Steuerungsverfahren und Betriebsvorschriften einer Datenübertragung. Ein Protokoll legt fest, in welcher Form und in welcher zeitlichen Abfolge gesendet und empfangen wird, darüberhinaus auch, welche Datenleitungen für welche Zwecke zu verwenden sind. Ein weitverbreitetes Übertragungsprotokoll ist das TCP/IP, das das Internet verwendet.

Uf

Spannung Tonfrequenzpegel bedeutet Uf n% von Netzspannung z.B. Un=230V

Umrichter

Umrichter ist ein elektronisches Gerät ohne mechanisch bewegte Komponenten. Ein Umrichter ist ein Stromrichter der aus Wechselspannung eine in Frequenz und Amplitude verschiedene neue Wechselspannung generiert.

Umspannanlage,Umspannwerk

Eine Umspannanlage, auch Umspannwerk genannt, ist ein Teil des elektrischen Versorgungsnetzes, um Netze mit verschiedenen Spannungsebenen (z. B. 380 kV und 110 kV) durch Transformatoren zu verbinden. Ebenso können in diesen Anlagen verschiedene Teile des Netzes gleicher Spannung miteinander verbunden oder abgeschaltet werden. In diesen Fällen spricht man von einer Schaltanlage.

Unidirektional

Der Begriff findet unter anderem in der Kommunikationstechnik Verwendung, als unidirektionale (Daten-)Kommunikation. Man versteht darunter, dass die Kommunikation zwischen zwei Teilnehmern nicht bidirektional (in beide Richtungen) stattfindet, sondern dass ein Kommunikationsteilnehmer nur Daten in eine Richtung an einen oder mehrere andere Empfänger sendet. Dies führt auch dazu, dass kein Rückkanal zur Verfügung steht, über den der Empfänger den sendenden Teilnehmer darüber informieren könnte, ob die Nachricht einwandfrei empfangen wurde, um anderenfalls beispielsweise die Wiederholung einer fehlgeschlagenen Übertragung einleiten zu können.

UTC (Koordinierte Weltzeit)

UTC, ist die heute gültige Weltzeit. Eingeführt wurde sie 1972. Addiert man eine Stunde zur UTC, erhält man die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), die zeitweise in Deutschland, Österreich,
der Schweiz und anderen mitteleuropäischen Staaten gilt. Die im Sommer geltende Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) erhält man, indem man zwei Stunden zur UTC addiert.

Verbrauch

Von einem Letztverbraucher verbrauchte Energiemenge.

Verbrauchsstufe

Tarifstufe, die bis zu einem bestimmten Verbrauch in Abrechnungszeitraum gilt.

Verbundnetz

eine Anzahl von Übertragungs- und Elektrizitätsverteilernetzen, die durch eine oder mehrere
Verbindungsleitungen miteinander verbunden sind, oder eine Anzahl von Gasversorgungsnetzen,
die miteinander verbunden sind.

Vermaschtes Netz

In einem vermaschten Netz (englisch mesh) ist jeder Netzwerkknoten mit einem oder mehreren anderen verbunden. Das Netz ist dabei zusammenhängend, von jedem Knoten existiert ein Weg zu jedem anderen Knoten. Die Informationen werden von Knoten zu Knoten weitergereicht, bis sie das Ziel erreichen. Wenn jeder Teilnehmer mit jedem anderen Teilnehmer verbunden ist, spricht man von einem vollständig vermaschten Netz.

Vermaschung, Vermaschungsgrad

Der Vermaschungsgrad gibt an, mit wie vielen anderen Knoten einzelne Netzknoten im Übertragungsnetz verbunden sind. In einem hoch vermaschten Netz haben die Netzknoten eine große Anzahl direkter Verbindungen zu anderen Knotenpunkten. Ein hoher Vermaschungsgrad ist Grundlage für eine hohe Versorgungszuverlässigkeit im Übertragungsnetz. Im Regelfall werden zur Reduzierung der Netzverluste, sofern nicht andere netztechnische Gründe wie die Höhe der Kurzschlussleistung oder die Stabilitätsbedingungen dagegen stehen, alle Stromkreise in Schaltanlagen und Umspannwerken zusammengeschaltet („gekuppelt“). Sollen jedoch bestimmte hoch belastete Stromkreise gezielt entlastet werden, so kann man das durch eine sogenannte „Entmaschung“ erreichen, indem man sie aus der vorgenannten Zusammenschaltung herauslöst. Das kann z. B. durch das Öffnen von Kupplungen oder die direkte Zusammenschaltung ausgewählter Stromkreise über separate Sammelschienen-Abschnitte in einer Anlage erfolgen.

Verteilnetz

Das Verteilnetz dient innerhalb einer begrenzten Region der Verteilung elektrischer Energie zur Speisung von Stationen und Kundenanlagen. In Verteilnetzen ist der Leistungsfluss im Wesentlichen durch die Kundenbelastung bestimmt. In Deutschland werden Nieder-, Mittel- und Teile des Hochspannungsnetzes als Verteilnetze genutzt.

Verteilnetzbetreiber (VNB)

Betreiber von Elektrizitätsverteilungsnetzen sind natürliche oder juristische Personen oder rechtlich unselbstständige Organisationseinheiten eines Energieversorgungsunternehmens, die die Aufgabe der Verteilung von Elektrizität wahrnehmen und für den sicheren und zuverlässigen Betrieb, die Wartung sowie erforderlichenfalls den Ausbau des Verteilungsnetzes auf der Nieder-, Mittel- bzw. Hochspannungsebene in einem bestimmten Gebiet und gegebenenfalls der Verbindungsleitungen zu anderen Netzen verantwortlich sind.

Vertraulichkeit

Vertaulichkeit ist der Schutz vor unbefugter Preisgabe von Informationen. Vertauliche Daten und
Informationen dürfen ausschließlich Befugten in der zulässigen Weise zugänglich sein.

Virtuelles Kraftwerk

Ein virtuelles Kraftwerk ist eine Zusammenschaltung von dezentralen Stromerzeugungsanlagen zu
zu einem Verbund.

Volatile Erzeugunsanlagen

sind Wind-und Photovoltaikanlagen. Sie speisen unregelmäßig ins Stromnetz ein, da Ihre
Stromproduktion von der Witterung abhängig ist.

VPN

Virtual Private Network (Virtuelles privates Netzwerk) bezeichnet eine Netzwerkverbindung, die von
Unbeteiligten nicht einsehbar ist.und hat zwei unterschiedliche Bedeutungen:
– Das konventionelle VPN bezeichnet ein virtuelles privates (in sich geschlossenes) Kommunikationsnetz. Virtuell in dem Sinne, dass es sich nicht um eine eigene physische Verbindung handelt, sondern um ein bestehendes Kommunikationsnetz, das als Transportmedium verwendet wird. Das VPN dient dazu, Teilnehmer des bestehenden Kommunikationsnetzes an ein anderes Netz zu binden.
– SSL-VPN (auch Web-basierendes VPN) unterstützt seit 2002 Lösungen, die einen verschlüsselten Fernzugriff auf Unternehmensanwendungen und gemeinsam genutzte Ressourcen realisieren, ohne dass sich die SSL-VPN-Partner dafür an das Unternehmensnetz binden. Hier wird sinnbildlich also nicht das Netzwerkkabel an ein anderes Netz angeschlossen; es wird lediglich ein gesicherter Zugriff auf bestimmte Dienste des anderen Netzes ermöglicht.

VPN-Server

ist eine Zwischenstation zwischen PC Client und Web-Server und stellt sicher, dass die PC Client Anforderung nicht vom Web-Server zurückverfolgbar ist.

WAN (Wide Area Network)

Weitverkehrsnetz, z.B. das Internet

WAN-Schnittstelle (Wide Area Network)

Das SMGW kann über die WAN-Schnittstelle mit externen Marktteilnehmern kommunizieren
zu denen auch der Gateway-Administrator gehört.
Dieser ist sowohl für die Konfiguration als auch für den sicheren Betrieb verantwortlich. Er muss u.a. das kryptographische Schlüsselmaterial für die Komponenten des intelligenten Messsystems beim Letztverbraucher einspielen, aber auch die Konfiguration der Regelwerke für die Tarifierung vornehmen.
Aus Gründen der Sicherheit gehensämtliche Kommunikationsverbindungen vom Gateway aus. Diese können bei Bedarf oder zu festgelegten Zeitpunkten durch das Gateway etabliert werden. Um aber auch auf spontane Ereignisse reagieren zu können, kann der Administrator das Gateway über einen Wake_x0002_Up-Dienst zu einemVerbindungsaufbau anstoßen.
Dabei handelt es sich um ein vom Administrator signiertes und nur für einen gewissen Zeitraum gültiges Datenpaket, auf welches das Gateway nach erfolgreicher Überprüfung reagiert, indem es
eine gesicherte Verbindung zum Gateway-Administrator aufbaut.

Wechselstrom (AC)

Wechselstrom bezeichnet elektrischen Strom, der seine Richtung (Polung) in regelmäßiger Wiederholung ändert und bei dem sich positive und negative Augenblickswerte so ergänzen, dass der Strom im zeitlichen Mittel null ist. Abgekürzt wird Wechselstrom als AC („alternating current“) bezeichnet. Dreiphasenwechselstrom wird auch als Drehstrom bezeichnet.

WiM Strom

Wechselprozesse im Messwesen Strom

Wirkleistung

Die Wirkleistung ist die elektrische Leistung, die für die Umwandlung in andere Leistungen verfügbar
ist.

Wurzelzertifikat

ein auf dem Gebiet der Kryptografie und Informationssicherheit selbst signiertes Zertifikat der
obersten Zertifizierungsinstanz, welches dazu dient, die Gültigkeit aller untergeordneten Zertifikate
zu bestätigen.

Wurzelzertifizierungsstelle

Oberste Vertrauensinstanz einer PKI.

Zähler

Ein Zähler ist ein Messgerät, das allein oder in Verbindung mit anderen Messeinrichtungen für die
Ermittlung eines oder mehrerer Messwerte eingesetzt wird.

Zählerprofil

Ein Zählerprofil beschreibt die Konfiguration für das SMGW, die
notwendig ist, um mit einem Zähler zu kommunizieren und die aktuellen Messwerte zu erfassen.

Zählerstand

Der Zählerstand ist ein Messwert eines Zählers. Gemessen wird die Energiemenge die bis zum
jeweiligen Ablesezeitpunkt verbracht oder eingespeist wurde.

Zählerstandsgang

Gesamtheit periodisch erfasster Zählerstände über einen Zeitraum. Die Periodizität ist über die
Registrierperiode gegeben.

Zählerstandsgangmessung

die Messung einer Reihe viertelstündig ermittelter Zählerstände von elektrischer Arbeit
und stündlich ermittelter Zählerstände von Gasmengen.

Zählpunkt

der Netzpunkt, an dem der Energiefluss messtechnisch erfasst wird.

Zeitführung

Funktionalität, die die Systemzeit einer Komponente stetig führt.

Zeitserver

Dienst, der anderen Komponenten die Möglichkeit zur Zeitsynchronisation über ein Netzwerk bietet.
In der Regel kommt „NTP“ als Protokoll zum Einsatz.

Zeitsynchronisation

Funktionalität, die die Systemzeit einer Komponente regelmäßig aus einer vertauenswürdigen
Referenzzeitquelle nachführt. Bei der bidirektionalen Synchronisation wird die Laufzeitder Übertagungsstrecke kompensiert.

Zeitvariabler Tarif

Ein zeitvariabler Tarif liegt vor, wenn Energieverbrauch abhängig vom Zeitpunkt des Verbrauch
unterschiedlich tarifiert wird.