Ladepunktsteuerung

Komponente einer Ladeeinrichtung, die die Steuervorgänge in der Ladeeinrichtung, wie z.B. das Einschalten, Ausschalten oder die Regelung des Stromflusses vornimmt und dazu folgende
Funktionen realisieren kann:
-Kommunikation mit der Speichereinrichtung (z.B. in einem Elektrofahrzeug) zur Steuerung des Ladevorganges
– Beeinflussung der an die Speichereinrichtung gelieferten oder davon bezogenen elektr. Energie
– Kommunikation mit dem SMGW über die HAN-Schnittstelle

Ladevorgang

Vorgang, bei dem elektrische Energie von einer Speichereinrichtung (z.B. in einem Elektrofahrzeug) geliefert wird.
Der Ladevorgang beginnt mit dem Zeitpunkt, zu dem die abrechnungsrelvanten Messwerte erstmalig erfasst werden und endet mit dem Zeitpunkt, zu dem keine diesem Vorgang zugeordneten abrechnungsrelevanten Messwerte mehr erfasst werden.

Lastregelung

In einem Verteilnetz müssen die Erzeugung und der Verbrauch elektrischer Energie jederzeit
übereinstimmen. Auch dürfen die Übertragungseinrichtungen nie überlastet sein. Üblicherweise
bestimmt der Verbraucher, wann und wie viel Energie er dem Verteilnetz entnimmt. Das bedeutet,
dass die Erzeugung in den Kraftwerken laufend angepasst werden muss. Mit Hilfe der
Rundsteuerung besteht aber die Möglichkeit, den Verbrauch zu beeinflussen, indem Lasten
ein- bzw. ausgeschaltet werden.
Als Lasten eignen sich Speicherheizungen, Warmwasserbereiter und Wärmepumpen, weil
diese für eine begrenzte Zeit ohne Energiezufuhr auskommen.

Laststeuerung

Laststeuerung oder englisch auch Demand-Side-Management (kurz DSM) bzw. Demand-Side-Response (DSR) bezeichnet die Steuerung der Nachfrage nach netzgebundenen Dienstleistungen bei Abnehmern in Industrie, Gewerbe und Privathaushalten.
Bei Engpässen in der Stromerzeugung (z. B. bei Ausfall eines großen Kraftwerks) oder großem Bedarf an elektrischer Energie (Spitzenlast in der Mittagszeit) oder bei Störungen des Netzbetriebs und der Folge einer Unterfrequenz können durch Fernsteuerung – im Niederspannungsnetz in der Regel per Rundsteueranlage – Elektrizität verbrauchende Geräte durch Lastabwurf ab- und wieder zugeschaltet werden.

Leistungs-Frequenz-Regelung

Die Leistungs-Frequenz-Regelung bezeichnet ein Regelverfahren, womit Übertragungsnetzbetreiber
(ÜNB) die zwischen ihnen vereinbarten elektrischen Größen an den Grenzen ihrer Regelzonen im 
Normalbetrieb und insbesondere im Störungsfall einhalten. Hierbei strebt jeder ÜNB an, durch einen
entsprechenden Eigenbeitrag seiner Regelzone sowohl die Austauschleistung gegenüber den übrigen
Regelzonen im vereinbarten Rahmen als auch die Netzfrequenz in der Nähe des Sollwerts zu halten.
Die Leistungs-Frequenz-Regelung besteht aus Primär- und Sekundärregelung.

Leistungsmanagement

Steuerung des Leistungsflusses durch Beeinflussung von Geräten (z.B. elektrische Verbrauchsmittel,
Erzeugunsanlagen, Speicher, und Ladeeinrichtungen für E-Mobile) unter Berücksichtigung technischer
Grenzwerte und vertraglicher Vereinbarungen wie z.B. Lastmanagement, Redispatch oder
Einspeisemangement
– durch den Gesetzgeber (z.B. §9 EEG , §14 EEG , §13 EnWG, §14a EnWG)
– netzdienliches Last- oder Einspeisemangement nach Vorgabe des Netzbetreibers zur Sicherstellung des Netzbetriebes (z.B. §14a EnWG, §9 EEG, Netzsicherheitsmanagement)
– nach Vorgabe des Kundensystems (z.B. HEMS oder zur Einhaltung der der vertraglich vereinbarten
Anschlussleistung
Leistungsmanagement kann sich auf Wirk- oder Blindleistungsmanagement beziehen.

Leitstelle (Netzleittechnik)

Die zentrale Komponente der Netzleittechnik ist die Leitstelle. Synonyme hierfür sind Schaltleitung, Hauptschaltleitung, Netzleitstelle und Warte. Die unterschiedlichen Termini weisen meist auf die Spannungsebene in welcher das zu überwachende Netz angesiedelt ist. Die Aufgabe der Leitstelle ist die Verarbeitung und Aufbereitung sowie Darbietung der Informationen für den Netzbetrieb in der Warte.

LMN-Schnittstelle (Lokale Metrologische Netz)

Über das Lokale Metrologische Netz werden die Messeinrichtungen des Letztverbrauchers mit dem SMGW verbunden. Diese senden die erhobenen Verbrauchs- und Einspeisewerte sowie Netzzustandsdaten (z.B. Spannung, Phasenwinkel, Frequenz) an das Gateway, wo sie gespeichert und weiterverarbeitet werden. Das Gateway nutzt je nach Tarif des Kunden unterschiedliche
Regelwerke, um die empfangenen Messwerte sowohl unter dem Gesichtspunkt des Eichrechts als auch des Datenschutzes weiterzuverarbeiten.