SaaS (Sofware as a Service)

bedeutet Software als Service. Das SaaS-Modell basiert auf dem Grundsatz, dass die Software und die IT-Infrastruktur bei einem externen IT-Dienstleister betrieben und vom Kunden als Dienstleistung genutzt werden. Für die Nutzung von Online-Diensten wird ein internetfähiger Computer sowie die Internetanbindung an den externen IT-Dienstleister benötigt. Der Zugriff auf die Software wird meist über einen Webbrowser realisiert.

Schaltanlage

In Schaltanlagen erfolgt die eigentliche Stromverteilung und das Zusammenfassen von Lasten bzw. Verbrauchern. Schaltanlagen bilden mit ihren Sammelschienen die „Knotenpunkte“ der
Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze. Die in den Knoten ankommenden und abgehenden Leitungen werden als Abzweige bezeichnet. Man unterscheidet Abzweige in Einspeisungen, Abgänge und Kupplungen zu anderen Netzknoten. 

Schaltleitung (EVU)

Als Schaltleitung (bei regional übergeordneter Funktion Gruppenschaltleitung, bei systemführender Funktion Hauptschaltleitung) wird eine Dienststelle (Leitstelle, Schaltwarte) eines Energieversorgungsunternehmens bzw. eines Verteil- oder Übertragungsnetzbetreibers bezeichnet.
Die Schaltleitung überwacht und steuert mit Hilfe eines Netzleitsystems ein Stromnetz im Mittel- bis Höchstspannungsbereich. Dabei sind, zumindest historisch betrachtet, Schaltvorgänge in Schalt- und Umspannanlagen von hervorgehobener Bedeutung. Diensttuende technische Angestellte können per Fernsteuerung in Prozesse eingreifen bzw. diese per Datenfernübertragung überwachen.

Schnittstellen (Übertagungstechnik)

Schnittstellen verbinden Systeme, die unterschiedliche physikalische, elektrische und mechanische Eigenschaften aufweisen. Schnittstellen bilden den Übergang von einem System in ein anderes System. In der Definition einer Schnittstelle sind gemeinsame Eigenschaften, Verfahren und Protokolle für beide Systeme festgelegt, damit eine Übertragung elektrischer Signale, ein Datenaustausch und Kommunikation möglich ist.

Schutzprofil -im Kontext elektronische Identitäten-

Ein Schutzprofil ist eine allgemeine Zusammenstellung von Sicherheitsanforderungen an eine bestimmte Gattung informationstechnischer Produkte. Sie werden im Rahmen der Sicherheitszertifizierung von IT-Produkten nach ISO/IEC 15408 („Common Criteria“) verwendet.
Ein Beispiel für die Verwendung von Schutzprofilen in Deutschland sind die Sicherheitsanforderungen an intelligente Stromzähler, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erarbeitet werden.Sie geben eindeutig das Sicherheitsniveau vor, das von der Kommunikationseinheit (Smart Meter Gateway) eines intelligenten Messsystems zur Gewährleistung von Datenschutz, Datensicherheit und Interoperabilität zu erfüllen ist.

Schwarzstartfähigkeit

Die Schwarzstartfähigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Kraftwerksblocks unabhängig vom Zustand des Stromnetzes vom ausgeschalteten Zustand selbst wieder anfahren zu können. Kommt es zu einem weiträumigen Zusammenbruch des Stromnetzes (Schwarzfall), stellen diese Kraftwerke den ersten Schritt für den Versorgungswiederaufbau dar. Jeder ÜNB hat für seine Regelzone dafür Sorge zu tragen, dass eine ausreichende Anzahl von schwarzstartfähigen Erzeugungseinheiten zur Verfügung steht.

Sensor

Technische Komponente, die physische Größen in ein elektronisches oder informationstechnisches
Signal umsetzt. Physische Größen können Wetterdaten (bspw. Temperatur, Windgeschwindigkeit,
Lichtintensität) oder Mediendaten (bspw. Temperatur,Druck) oder Betriebszustände (bspw. Ein/Aus,
Füllstand) oder elektrische Größen wie Strom,Spannnung,Frequenz, Phasenwinkel sein.

Serielle Schnittstelle

Die serielle Schnittstelle ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine Schnittstelle zur Datenübertragung zwischen zwei Geräten, bei denen einzelne Bits zeitlich nacheinander übertragen werden (Serielle Datenübertragung). Die Bezeichnung wird in Abgrenzung zu einer parallelen Schnittstelle benutzt, bei der mehrere Bits zeitgleich auf mehreren Stromkreisen übertragen werden. Beide Bezeichnungen sind unpräzise und werden für eine große Anzahl unterschiedlicher Schnittstellendefinitionen benutzt.

Server (Software)

Ein Server (engl.: to serve = bedienen) ist ein Programm, das auf die Kontaktaufnahme eines Clients wartet, um eine bestimmte Dienstleistung für ihn zu erfüllen. Die Kommunikation erfolgt nach dem Client-Server-Modell. Die Dienstleistung des Servers ist spezifisch für den Server, so dass für jede Dienstleistung ein eigener Server existiert. Die Dienstleistung des Servers nennt man Dienst, und der Datenaustausch zwischen Client und Server ist durch ein dienstspezifisches Protokoll festgelegt.
Rechner auf denen Server-Software ausgeführt wird, werden als „Host“ bezeichnet.

Sichere Kommunikative Anbindung

Erteilen der Berechtigung zum Austausch von Informationen zwischen einer Systemeinheit und einer
externen Entität über einen Administrator. Die Systemeinheit hat das Schutzniveau nach PP-0073
oder vergleichbar, der Administrator erfüllt die organisatorischen Anforderungen nach TR-03109-6 oder vergleichbar und beide erfüllen die kryptographischen und PKI-Anforderungen TR03901.

Smart-Meter-Gateway

Die Kommunikationseinheit eines intelligenten Messsystems, die ein oder mehrere moderne Messeinrichtungen und weitere technische Einrichtungen wie insbesondere Erzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz zur Gewährleistung des Datenschutzes, der Datensicherheit und Interoperabilität unter Beachtung der besonderen Anforderungen von Schutzprofilen und Technischen Richtlinien nach § 22 Absatz 1 und 2 sicher in ein Kommunikationsnetz einbinden kann und über Funktionalitäten zur Erfassung, Verarbeitung und Versendung von Daten verfügt.

Smart-Meter-Gateway-Kommunikationsplattform

Technische Basis eines SMGW Hard- und Softwaresystems, die um einsatzbereichsspezifischen
Gateway-Geräten erweitert werden kann.
Die Hauptaufgabendes SMGW bestehen dabei in der technischen Separierung der angeschlossenen
Netze, der sicheren Kommunikation in diese Netze, der Erfassung, Verarbeitung und Speicherung
empfangener Messwerte verschiedener Zähler, der sicheren Weiterleitung der Messwerte an die
Backendsysteme externer autorisierter Marktteilnehmer im WAN sowie der Verarbeitung von
Administrationstätigkeiten durch den jeweiligen GWA.

Spannungsebenen

Stromnetze werden nach der Betriebsspannung eingeteilt, bei der sie elektrische Energie übertragen.
In Deutschland übliche Betriebsspanungen:
Höchstspannung 220kV oder 380KV ; Hochspannung: 110 KV60kV bis 150 kV ;
Mittelspannung: 10 KV,20 KV oder 30KV ; Niederspannung: 230/400V

Spotmarktpreis

Der Strompreis in Cent pro Kilowattstunde, der sich in der Preiszone für Deutschland aus der Kopplung der Orderbücher aller Strombörsen in der vortägigen Auktion von Stromstundenkontrakten ergibt; wenn die Kopplung der Orderbücher aller Strombörsen nicht oder nur teilweise erfolgt, ist für die Dauer der unvollständigen Kopplung der Durchschnittspreis aller Strombörsen gewichtet nach dem jeweiligen Handelsvolumen zugrunde zu legen.

Steuerbare Einrichtung

Energieverbrauchs-, Energieerzeugungs- oder EnergiespeiEnergiespeichereinrichtung, die über ein
Liegenschaftsverteilnetz an einen Netzanschluss angeschlossen ist und deren Solleistung durch
optionale Zusatzeinrichtungen wie eine Steuereinheit fernsteuerbar sind. Beispiele sind PV-Anlagen,
Wärmepumpen, Nachtspeicherheizungen, Heimspeicher, Wallboxen, Ladesäulen, KWK-Anlagen.

Steuerungsfunktionen

Anhand von Steuerungsfunktionen werden alle möglichen Schalthandlungen auf der Steuerbox umgesetzt. So werden beispielsweise komplexe Schaltprogramme, Direktbefehle, aber auch Wischerbefehle als eigene Steuerungsfunktion abgebildet. Die Ausführung der Steuerungsfunktion erfolgt mit der Steuerbox autark.

Strombörse

Eine Strombörse ist ein neutraler Handelsplatz mit transparenter Preisbildung und gleichen Konditionen für alle dort zugelassenen Handelsteilnehmer. Sie verfolgt keine eigene Handelsstrategie. Eine Strombörse unterliegt als Warenbörse dem deutschen Börsengesetz. Für im europäischen Ausland niedergelassene Börsen gelten ggf. andere gesetzliche Bestimmungen/Zulassungsvoraussetzungen. In Deutschland befindet sich der Sitz der Strombörse in Leipzig.

StromNZV

Stromnetzzugangsverordnung ist eine Verordnung auf Basis des EnWG. Sie regelt die Bedingungen
für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen zur Einspeisung von elektrischer Energie in Einspeisestellen und der zeitgleichen Entnahme von elektrischer Energie an räumlich davon entfernt liegenden Entnahmestellen.

SVCP

Das Server-based Certificate Validation Protocol (SCVP) ist ein Internet-Protokoll. Es ermöglicht Clients, den Aufbau einer X.509-Zertifikatskette und deren Validierung auszulagern. Dies wird vor allem von Clients benötigt, die mit dem Kettenaufbau und dem Validieren aufgrund fehlender Ressourcen oder Protokolle überlastet sind. SCVP kann dem Client alle Aufgaben (Aufbau der Kette, Überprüfen auf Widerruf, Validieren) einer vollständigen Zertifikatsprüfung abnehmen.
Im Gegensatz zu OCSP besteht SCVP aus zwei Nachrichten:
-Zunächst fragt der Client den Server nach unterstützten Validation Policies, welche bestimmen, für welche Anwendungen der Server konfiguriert wurde.
-Danach schickt der Client dem Server Zertifikats-IDs und gibt an, welche Aktionen durchzuführen sind, die der Server signiert beantwortet.
Bisher wird SCVP kaum eingesetzt und nur von wenigen Anwendungen unterstützt.

Syntax (Computer)

Beim Programmieren legt die Syntax formale Regeln über die zulässigen Sprachelemente einer Programmiersprache fest. Außerdem regelt sie, inwiefern diese Elemente in einem Programm verwendet werden dürfen. Die Programmiersprache kann als Schnittstelle zwischen Mensch und Computer verstanden werden. So wie Sie als Mensch nur sinnvoll aufgebaute Sätze verstehen können, versteht ein Computer auch nur Programme, die sinnvoll formulierte Befehle an ihn senden. Deshalb ist es wichtig, beim Programmieren die Syntax der jeweiligen Programmiersprache einzuhalten.

Systemdienstleistungen

Als Systemdienstleistungen werden in der Elektrizitätsversorgung diejenigen für die Funktionstüchtigkeit des Systems unvermeidlichen Dienstleistungen bezeichnet, die Netzbetreiber für ihre Netzkunden zusätzlich zur Übertragung und Verteilung elektrischer Energie erbringen und damit die Qualität der Stromversorgung bestimmen.